Gregor Gysi hat Hessens SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti die Unterstützung der Linkspartei bei einer Kampfabstimmung zur Ministerpräsidentin zugesagt.

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag sagte der Frankfurter Rundschau, seine Partei sei in Hessen auch mit dem Ziel angetreten, den derzeitigen Regierungschef Roland Koch abzulösen, "Das geht nur mit der Wahl von Frau Ypsilanti." Deshalb würde seine Fraktion die SPD-Politikerin in jedem Fall geschlossen wählen.

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Gysi bot der SPD zudem eine künftige Zusammenarbeit in Hessen an. "Vieles, was Frau Ypsilanti versprochen hat, kann sie nur mit uns umsetzen." Die SPD habe nun die Wahl.

Die Pläne von SPD-Chef Kurt Beck für eine Regierungsbildung in Hessen mit Hilfe der Links-Partei sorgen derzeit für heftigen Streit bei den Sozialdemokraten. Beck lehnte am Donnerstag zwar eine "aktive Zusammenarbeit" mit Hessens Linken ab, nicht aber eine Wahl Ypsilantis zur Ministerpräsidentin mit Stimmen der Linkspartei.

Bisher hatte Beck eine Zusammenarbeit im Bund und in westlichen Ländern klar abgelehnt. Fraktionschef Peter Struck erhob wie die rechten "Seeheimer" und "Netzwerker" in der SPD umgehend Widerspruch gegen den Schwenk.

Die SPD will verhindern, dass Koch im Amt bleibt. Dessen CDU hatte bei der Wahl Ende Januar schwere Verluste erlitten, war aber knapp stärkste Kraft geblieben. Weder SPD und Grüne, noch CDU und FDP haben in Hessen eine Mehrheit - SPD, Grüne und Linkspartei gemeinsam hingegen schon.

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