Seine Gegner mühen sich nach Kräften, ihn mit Frauengeschichten und anderen Vorwürfen anzuschwärzen. Doch es sieht so aus, als werde "Terminator"-Darsteller Arnold Schwarzenegger gelingen, was er auf der Schlusskundgebung versprach: Den kalifornischen Gouverneur Gray Davis "aus dem Amt zu fegen".

Mit einer Kundgebung in der kalifornischen Hauptstadt Sacramento hat Hollywood-Schauspieler Arnold Schwarzenegger seine Tour im Wahlkampf um den Gouverneursposten des US-Bundesstaates beendet.

Schwarzenegger

Im Konfetti-Regen: Arnold Schwarzenegger. (© Foto: AP)

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Mit einem Besen in der Hand versprach der Filmstar aus "Terminator", den amtierenden Gouverneur der Demokraten, Gray Davis, bei der Wahl am Dienstag aus dem Amt zu "fegen".

Tausende Anhänger und zahlreiche Schaulustige hörten sich die Parolen des Superstars an. "Ob du ein Demokrat oder ein Republikaner bist, ich brauche deine Hilfe!", rief Schwarzenegger ihnen zu. "Wenn du noch nie gewählt hast, ich brauche deine Hilfe!".

Wie bereits in den vergangenen Tagen wurde die Veranstaltung von Protesten begleitet. Etwa hundert Demonstranten warfen Schwarzenegger sexuelle Belästigungen von Frauen vor.

Mehrere Frauen hatten den Filmstar bezichtigt, er habe sie begrapscht oder genötigt. Der letzte Vorfall habe sich vor drei Jahren ereignet, berichtete die Los Angeles Times. Schwarzeneggers Sprecher Sean Walsh wies die Vorwürfe zurück. Insgesamt 15 Frauen beschuldigen Schwarzenegger, sie bei Dreharbeiten und anderen Gelegenheiten begrabscht zu haben.

Der Schauspieler hat die meisten Anschuldigungen als "absolut unwahr" bezeichnet, auch wenn er einräumt, in der Vergangenheit einige Frauen "schlecht behandelt" zu haben.

Der gebürtige Österreicher musste sich auch gegen den Vorwurf wehren, er habe Bewunderung für Adolf Hitler kundgetan.

Am 7. Oktober stimmen die Kalifornier über eine Abwahl Davis' sowie über seinen möglichen Nachfolger ab. Die Wahl wurde notwendig, weil der Gouverneur wegen der Finanzkrise des Bundesstaates durch eine Unterschriftensammlung zur Neuwahl gezwungen wurde.

Trotz der jüngsten Vorwürfe steuert Schwarzenegger auf den Sieg bei der Gouverneurswahl in Kalifornien zu. Zwei Tage vor der Wahl lag der republikanische Hollywood-Star am Sonntag in einer Umfrage des US-Fernsehsenders NBC mit 37 Prozent Zustimmung klar vor seinem schärfsten Konkurrenten, dem demokratischen Vize-Gouverneur Cruz Bustamante, der demnach am Dienstag mit 29 Prozent der Wählerstimmen rechnen kann.

16 Prozent der Wähler waren noch unentschlossen. 54 Prozent der Befragten sprachen sich zudem für eine Abwahl des demokratischen Amtsinhabers Gray Davis aus.

(sueddeutsche.de/AP/AFP)

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