Zwar waren etliche Geologen von der Sicherheit eines bis dahin unberührten Salzstocks so überzeugt, dass eine Unterbringung in Granit- oder Ton-Formationen nicht mehr attraktiv erschien. Inzwischen haben allerdings viele Länder neue Erkenntnisse bei der Erkundung solcher Endlager gesammelt.
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Der vom Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (CDU) geführten Regierung in Hannover erschien die Region aber auch aus anderen Gründen als attraktiv. Das Wendland ist dünn besiedelt, seine Kommunalpolitiker schienen empfänglich zu sein für Hilfen jeder Art. Durch die Nähe zur DDR galt die Gegend ohnehin als strukturschwach.
Ein Standort nahe der Zonengrenze
Der Geologe Gerd Lüttig, der in den siebziger Jahren die Salzstöcke im Norden grob auf ihre Eignung untersuchte, unterstellte Albrecht unlängst in einem Interview auch Rachegefühle gegenüber der DDR: "Er wollte einen Standort in der Nähe der damaligen Zonengrenze haben, weil die Ostzonalen uns die Geschichte mit ihrem Endlager Morsleben eingebrockt hatten."
Nach Lüttigs Darstellung war Gorleben nicht unter den drei Standorten, die die Gutachter zur Erkundung vorgeschlagen hätten. Der Salzstock habe aber trotzdem den Zuschlag bekommen, weil er relativ groß war. Rückblickend ist das plausibel, weil die Kernenergie als große Hoffnung für die Versorgung der Zukunft galt und ein Endlager für alle möglichen Arten der radioaktiven Abfälle gesucht wurde.
Doch seitdem mit dem Schacht Konrad bei Salzgitter ein Endlager für schwach- und mittelaktiven Müll gebaut wird, sind die Mengen für Gorleben überschaubar: Sie betragen nur noch fünf Prozent der ursprünglich veranschlagten Volumina - wenn auch strahlend für Hunderttausende Jahre.
Die Rechte zur Erkundung laufen 2015 aus
Was mit Gorleben geschehen soll, muss sich nun bald entscheiden. Derzeit unterliegt das Endlager einem Moratorium, festgelegt im rot-grünen Atomkonsens. Es endet spätestens im Herbst 2010, im Falle einer schwarz-gelben Koalition vielleicht eher. Doch schon wächst das nächste Problem heran: Die Rechte zur Erkundung des Salzstocks, die sich die Vorläuferin des Bundesamts für Strahlenschutz bei den Bauern der Region gesichert hatte, laufen 2015 aus.
Sollten die Landwirte sie nicht verlängern, stehen die Arbeiten vor dem Aus - es sei denn, sie lassen sich zügig abschließen. Das aber wird schwierig. Jede kleine Verzögerung, jede neue Zweifelsfrage, jede verwaltungstechnische Hürde kann die Erkundung noch verzögern, über das neuralgische Datum hinaus. Seit 1977 werkelt der Bund am Endlager-Projekt Gorleben. So unsicher wie heute war es nie.
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Ich bin begeistert wenn ich hier schon nicht mehr die Wahrheit schreiben darf, weil ich ja jemand auf den Schlips treten könnte. CDU und FDP werden ab September sicherlich auch sehr rücksichtsvoll mir gegenüber sein wenn es um ihre Entscheidung hinsichtlich der Atomkraft geht.
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Das geht doch auch bestens über die Auswahl der Gutachter und der Institute, die damit betraut werden, ein uralter Trick.
Das "Bundesamt für Strahlenschutz" BfS bekam mit Wolfram König einen fachfremden Präsidenten von Jürgen Trittin verpaßt und danach wurden eben auch die Gutachter noch entsprechend ausgewählt.
Zu Atomfragen kam jetzt immer öfter dann das auch in Darmstadt beheimatete "Oko-Institut" zum Zuge mit Michael Sailer, der auch dann noch in die RSK, die Reaktorsicherheitskommission berufen wurde unter Trittin.
Ein Zitat:
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Am 11.März 1999 wurde Sailer als Mitglied in die Reaktorsicherheitskommission berufen, die das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit berät. Von März 2002 bis März 2006 war er Vorsitzender dieser Kommission und damit oberster Gutachter für Reaktorsicherheit im Auftrag der Bundesregierung.[2] Seitdem ist er wieder einfaches Mitglied. Des weiteren ist er Vorsitzender der Entsorgungskommission (ESK), Mitglied des ESK-Ausschusses "Endlagerung" (alle im Auftrag des BMU) und des Scientific & Technical Committee von EURATOM (STC).
Zu Kritik aus dem Lager der Atomkraftgegner kam es, als Sailer 1996 die Blockaden der Castor-Transporte in Ahaus und Gorleben als ungeeignet kritisierte und sich statt dessen für atomare Endlager in Deutschland aussprach.[2] Man warf ihm vor, der Atomlobby auf den Leim gegangen zu sein und nannte ihn einen Überläufer.[1]
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Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Sailer_%28Nuklearexperte%29
Das war doch alles Personalpolitik von rot-grün, der berühmte "Marsch durch die Institutionen".
Die rot-grüne "Gutachteritis" wurde so zur Epidemie, und die eigene Klientel damit bedient und ruhiggestellt. Das setzt sich ja auch bis heute noch fort.
selbstaendig
und dies von höchster Stelle. Diese CDU gehört abgewählt, damit diese Lachnummern mal sehen was Sache ist. Da wird manipuliert gelogen vertuscht verschwiegen das sich die Balken biegen. Was hat dieser Saustall noch mit Regieren zu tun ?? nicht das geringste. So eine Regierung gehört abgewählt und die Chefin zum Teufel gejagt.
Wenn nichts an aktueller Wahlk(r)ampf-Munition da ist, dann gibt es ja zum Glück noch den Alt-Kanzler Kohl von der CDU, auf den man dann rhetorisch wieder einmal einprügelt.
Die Endlagerfrage ist aber eine Frage der Bundeszuständigkeit nach dem am 23.12.1959 vom Deutschen Bundestag so beschlossenen Atomgesetz.
Minister Gabriel (SPD) war nun der zuständige Minister 4 Jahre lang, jetzt hat er das Thema für den Wahlk(r)ampf und zu seiner Profilierung wieder einmal entdeckt, "rein zufällig" natürlich.
Vor ihm war es noch rot-grün und der Minister Trittin (Bündnis 90/Die
Grünen), der das gleiche Spiel 8 Jahre lang trieb.
Wer aber diese Zeit der Untätigkeit unter rot-grün bei der Endlager-Erkundung unterschlägt und nur die Zeit vor 1998 im Blick hat, der müßte doch einmal seine Optik wieder neu überprüfen und justieren lassen, ob die nicht auf einem Auge inzwischen schon blind geworden ist.
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