(© Video: sde / Vorschaubild: dapd)
Die Gewalt in Syrien ebbt nicht ab. Assad geht weiter mit aller Härte gegen die Aufständischen vor. Stefan Kornelius mit einer Einschätzung der Lage.
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10.02.2012, 13:062012-02-10 13:06:56
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Die Gewalt in Syrien ebbt nicht ab. Assad geht weiter mit aller Härte gegen die Aufständischen vor. Stefan Kornelius mit einer Einschätzung der Lage.
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Die Analyse von Herrn Kornelius ist schon mal deutlich hintergründiger als die "friedliche Demonstranten werden beschossen"-Meldungen, die man sonst immer nur serviert bekommt.
Dass er den Begriff "Auf der falschen Seite der Geschichte" verwendet, verzeihe ich ihm nicht so leicht. Denn das ist US-PR-Retorik, um klarzumachen, dass jemand mit "allen Optionen" zum Gehen gezwungen wird.
Einige wichtige West-kritische Details zur Situation in Syrien, die hier fehlen, findet man bei Prof. Günter Meyer, der Interviews in BR2 und 3sat gegeben hat. Sollte jeder finden können.
Sehr geehrter Herr Kornelius,
ich kann Ihre Analyse akzeptieren bis auf die Sätze, "Syrien ist so das letzte Relikt aus dem Kalten Krieg" und "Freiheitswillen" der Rebellen und "der Westen" ist "auf der richtigen Seite der Geschichte".
Der "Westen", das ist die Beherrschung der Welt durch das Finanzkapital, ein Prinzip, mit dem er sogar selber an die Wand gefahren wird.
Der "Freiheitswillen" der Rebellen beschränkt sich darauf, die jetzigen Nutznießer staatlicher und wirtschaftlicher Privilegien durch den eigenen Clan/Stamm zu ersetzen, von Demokratie als System des gerechten Interessenausgleichs ist nirgendwo etwas zu sehen, weder in Pakistan, noch in Israel oder den USA, um nur einige Missionare zu benennen.
Syrien ist genau so ein Relikt aus dem Kalten Krieg wie beispielsweise die arabischen Staaten oder Israel. Doch auch die Metapher "Kalter Krieg" verschleiert die Tatsache, dass der Ostblock von der SU als Cordon sanitaire konzipiert gewesen ist, während die USA von 1945 bis heute einen imperialistischen Weg verfolgt, der darin besteht, den Dollar als Leitwährung durchzusetzen und damit den Import von Rohstoffen zu beherrschen, ohne deren obszönen Verbrauch die USA an den innewohnenden Widersprüchen zerbrechen würde - und - was "die richtige Seite der Geschichte ausmacht - auch zerbrechen wird.