Eine New Yorker Verlegerin wirft dem Murdoch-Konzern vor, US-Präsidentschaftsbewerber Rudy Giuliani mit kriminellen Mitteln zu protegieren.
Es ist eine der Geschichten, für die sich Judith Regan, die New Yorker Erfolgsverlegerin, unter anderen Umständen sofort die Buchrechte gesichert hätte.
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Schließlich geht es um Sex und viel Schmutz, der unterm Teppich hervorgekehrt wird. Es geht um hohe Politik und niedere Instinkte und, natürlich, um viel Geld. Doch diesmal muss Judith Regan gar nichts unternehmen, es ist ihre eigene Geschichte.
100 Millionen Dollar will sie von ihrem ehemaligen Arbeitgeber haben, der Newscorp von Verleger Rupert Murdoch. Die 70-seitige Klageschrift ließ sie am Mittwoch beim Obersten Gerichtshof des Bundesstaates New York einreichen. Murdoch dürfte das nicht umhauen. Er wird von seiner einstigen Angestellten kaum anderes erwartet haben nach ihrer Trennung im Streit im Dezember.
Aber für einen anderen könnte die Geschichte Sprengkraft entwickeln: den derzeitigen Favoriten unter den Bewerbern für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, den ehemaligen New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani.
Belastung für Giuliani
Dabei hat er direkt mit Regan nichts zu tun. Allerdings mit ihrem einstigen Geliebten. In ihrer Klage behauptet sie, Murdochs Leute hätten versucht, ihren Ruf zu zerstören. So wollten sie verhindern, dass man ihr Glauben schenkt, sollte sie ihr Wissen über den einstigen New Yorker Polizeichef und Giuliani-Vertrauten Bernard Kerik ausplaudern.
"Die Schmierenkampagne wurde nötig, um Newscorps politische Agenda nicht zu gefährden, die seit langem darauf ausgerichtet ist, Rudy Giulianis präsidentielle Ambitionen zu schützen", so die Klage.
Der halbseidene Kerik stellt in der Tat eine erhebliche Belastung für Giuliani dar. Nicht nur weil die beiden nach seiner Zeit als Bürgermeister über Jahre geschäftlich verbandelt waren und Millionen verdient haben. Sondern weil die enge Partnerschaft Giulianis Urteilsvermögen bei der Auswahl seiner Mitarbeiter ziemlich in Zweifel ziehen dürfte.
Giuliani hatte Kerik gegen erheblichen Widerstand zum obersten Polizisten New Yorks gemacht. Die Zweifel waren berechtigt. 2006 musste Kerik wegen Vorteilsnahme im Amt 221.000 Dollar Strafe zahlen. Vergangene Woche wurde er der Steuerhinterziehung angeklagt.
Regan wiederum hatte 2001 ein Verhältnis mit dem verheirateten Kerik begonnen, der gerade kurz hinter einander Vater zweier Kinder geworden war (deren Patenonkel Rudy Giuliani ist). Sie verlegte seine Autobiographie "Der verlorene Sohn". Geschmackvollerweise trafen sich die beiden häufig in einem Apartment am Ground Zero, das der Stadt New York kostenlos für Arbeiter auf dem Trümmerfeld überlassen worden war.
Was Regan über Kerik ausplaudern könnte, hat sie nicht verraten. Auch Beweise für die angebliche Schmierenkampagne der Murdoch-Mannen hat sie nicht vorgelegt. Das macht aber nichts. Die Geschichte läuft auch so ganz gut.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 15.11.2007/plin)
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dass in USA alles so schlecht ist. Wenn ich diese Ausgabe von vorne lese, ist diese gespickt von Korruption und anderen Skandalen in Old Germany. Wo ist der Unterschied?
und befreien sich von viele Profitgierige, morallose Verbrecher, die ihrem Land beherrschen.
Also, dass die regierungen in der ganze welt nicht rein sind und mit harte methoden arbeiten(leider), ist wohl ein übel.
Aber das amerikanische System ist so tief gesunken, dass es bald an der zeit ist, dass die menschen in amerika aufstehen und sich vom abschaum befreien.
Sonst, werden sie die ersten leidtragende ihre eigenen passivität sein!
nachdem ich diesen netten Artikel gelesen habe!
Komisch ?