Im Streit um das US-Raketenschild können sich US-Präsident Bush und sein russischer Kollege Putin nicht einigen. Das Gipfeltreffen in Sotschi brachte lediglich die Aussicht auf weitere Gespräche.

Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident George W. Bush haben ihren Streit um das geplante US-Raketenabwehrsystem in Mitteleuropa nicht beigelegt. Russland bleibe bei seiner Ablehnung der für Polen und Tschechien vorgesehenen Abwehranlagen, hieß es in einer am Sonntag in Sotschi veröffentlichten Erklärung, aus der die Agentur Interfax zitierte.

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Beide Seiten wollen aber den Dialog über den Raketenschild intensivieren. Neue Vorschläge der USA zur Umsetzung der Pläne in Osteuropa könnten Russlands Bedenken entkräften, so die Erklärung weiter. Putin und Bush unterzeichneten zudem eine strategische Rahmenvereinbarung, die nach den Worten des russischen Präsidenten aber keinen Durchbruch bei den umstrittenen Themen enthält.

Bush, der im Januar das Weiße Haus verlässt, kommt in Sotschi am Schwarzen Meer auch mit dem künftigen russischen Staatschef Dmitri Medwedew zusammen, der Putin Anfang Mai im Kreml ablösen wird. Der US-Präsident hatte sich am Samstagabend bereits zu einem informellen Essen mit Putin und Medwedew getroffen.

Bei der Begrüßung demonstrierten die beiden Staatschefs herzliches Einvernehmen, obwohl es in sicherheitspolitischen Fragen tiefgreifende Differenzen zwischen den beiden Atommächten gibt. Außer bei der geplanten US-Raketenabwehr mit Stützpunkten in Polen und Tschechien bestehen auch Meinungsverschiedenheiten bestehen über die Unabhängigkeit des Kosovo, die Russland im Gegensatz zu den USA ablehnt. Bush hat das Treffen im Vorfeld als Gelegenheit bezeichnet, "sich noch einmal zusammenzusetzen und eine gute, offene Diskussion zu führen".

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(Reuters/dpa/ihe)