Gipfel in Elmau Das sind die wichtigsten Ergebnisse des Gipfels

Ausstieg aus der fossilen Energie, Kampf gegen den IS, Druck auf Russland: Darauf haben sich die Staats- und Regierungschefs der G-7 in Elmau verständigt.

Klimaschutz

Die G-7-Staaten bekennen sich zu verbindlichen Regeln in einem neuen Weltklima-Abkommen, das im Dezember in Paris beschlossen werden soll. Die globale Erwärmung soll auf maximal zwei Grad begrenzt werden. Um dies zu erreichen, sei eine Dekarbonisierung der Weltwirtschaft im Lauf dieses Jahrhunderts notwendig, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das würde einen Ausstieg aus fossilen Energien wie Kohle und Öl bedeuten.

Zugleich verpflichteten sich die G-7-Staaten zu einer weltweiten Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 40 bis 70 Prozent bis 2050. Merkel zufolge wurde auch das Ziel bekräftigt, für Klimahilfen an die Entwicklungsländer 100 Milliarden US-Dollar jährlich ab 2020 bereitzustellen.

Ukraine-Konflikt

Im Ukraine-Konflikt haben die G7 Russland weitere Sanktionen angedroht. Sie seien bereit, "sollte es erforderlich sein, die Sanktionen zu verschärfen", sagte Merkel. Die G7 seien "besorgt über das jüngste Wiederaufflammen der Kampfhandlungen entlang der Kontaktlinie", heißt es in der Abschlusserklärung. Man sei bereit, "auch weitere beschränkende Maßnahmen zu ergreifen, um die Kosten für Russland zu erhöhen, sollten seine Handlungen dies erforderlich machen."

Aufgehoben werden könnten die schon geltenden Sanktionen nur, wenn das Abkommen von Minsk eingehalten werde. Merkel betonte erneut, die G7 seien eine Gemeinschaft der "Werte" und der "Verantwortung". Zur Unterstützung der Ukraine sollen die Botschafter der G-7-Staaten in Kiew sich zu einer Gruppe zusammenschließen.

Russlands Staatschef Wladimir Putin war wie schon zu dem letzten Gipfeltreffen der G7 vor einem Jahr nicht zu der Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs der führenden Industriestaaten eingeladen. Nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland hatten die übrigen sieben großen Industriestaaten Moskau ausgeschlossen.

Terrorismus

Die G-7-Staaten zeigten sich entschlossen, gemeinsam gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorzugehen. "Wir bekräftigen unsere Entschlossenheit, diese terroristische Vereinigung zu besiegen und die Verbreitung ihrer hasserfüllten Ideologie zu bekämpfen", schrieben die Staats- und Regierungschefs in der Abschlusserklärung.

"Wir stehen Seite an Seite mit allen Ländern und Regionen, die unter den brutalen terroristischen Handlungen zu leiden haben." Die Staats- und Regierungschefs Iraks, Tunesiens und Nigerias waren bei den Gipfeldebatten zum Terrorismus eingebunden.