Gewalt in ÄgyptenKinder des Aufruhrs

Sie sind zurück auf dem Tahrir-Platz: Die Revolutionäre des Arabischen Frühlings kämpfen wieder. Statt Mubarak ist nun Präsident Mursi ihr Feindbild. Der Politikwissenschaftler und Fotograf Ahmed Khalifa hat sie in Kairo begleitet.

Die Gewalt flammt wieder auf. Mehr als zwei Jahre nach dem Sturz von Hosni Mubarak gehen viele Ägypter wieder auf die Straße. In den Städten Suez, Port Said, Ismailia, Kairo und Alexandria kommt es täglich zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Der Zorn richtet sich gegen Präsident Mursi und die Muslimbruderschaft, viele Ägypter fühlen sich um die Früchte ihrer Revolution betrogen.

Ahmed Khalifa hat die Kinder des Aufruhrs in Kairo mit der Kamera begleitet. Der 35 Jahre alte Deutsch-Ägypter ist Politikwissenschaftler an der Universität Witten-Herdecke. Zudem ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bonner International Center for Conversion (BICC) tätig.

Das Bild zeigt Schriftsteller Alaa al-Aswani (Vierter von rechts) mit einer Gruppe junger Männer auf dem Weg zum Tahrir-Platz in Kairo. Al-Aswani wurde durch den Roman "Der Jakubijan-Bau" berühmt, der sich mit vielen Tabus in der ägyptischen Gesellschaft, wie korrupter Politik und täglicher Gewalt, beschäftigt.

Bild: Ahmed Khalifa 31. Januar 2013, 15:462013-01-31 15:46:18 © Süddeutsche.de/jufw/mikö