Gewalt gegen Frauen an Silvester Das bleibt

Acht, neun Männer kreisen sie ein, dann ruft einer: "Jalla, jalla!" Schnell, schnell!

(Foto: dpa, Collage: S. Dimitrov)

Zwei Wochen sind seit Silvester vergangen. Vergessen ist nichts. Frauen und Mädchen erzählen, wieso sie den Horror dieser Nacht nicht mehr loswerden.

Von Kristiana Ludwig und Max Hägler

Lesedauer: 12 Minuten

Wenn es hell ist, schläft Dana Wagner. In den Nächten wacht sie immer noch von den Bildern der Männer auf. Sie haben schlechte Zähne. Sie schlagen ihr auf die Hüfte, reißen an ihren Armen, greifen an den Busen, zwischen ihre Beine. Im Klassenzimmer laufen ihr Tränen über das Gesicht. Nur zwei Freundinnen wissen hier von ihrer Silvesternacht. Eine bringt sie vor die Tür.

Etliche Tage sind vergangen seit der Nacht von Köln. Aber diese Nacht geht ...