Generalmajor Hans-Lothar Domröse über den Einsatz der Isaf-Soldaten in Afghanistan und die Probleme im Kampf gegen die Taliban.
Generalmajor Hans-Lothar Domröse ist Chef des Stabes der "International Security Assistance Force" (Isaf) in Afghanistan. Er ist damit in der Führung dieser 50000 Soldaten zählenden internationalen Schutztruppe der dritte Mann. Die Deutschen stellen das drittgrößte Kontingent. Domröse ist 55 Jahre alt und stammt aus Hannover.
"Vielleicht waren wir zunächst ein bisschen naiv, als wir glaubten, die Aufständischen rasch schlagen zu können": Isaf-General Domröse rechnet mit einem Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan bis mindestens 2013. (© Foto: AP)
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SZ: General Domröse, in Berlin wird man in dieser Woche beschließen, dass das Kontingent der Deutschen im Norden Afghanistans um 1000 Mann aufgestockt wird. Aber man wird sich weiterhin weigern, im umkämpften Süden tätig zu werden. Wie sieht man das hier im Isaf-Hauptquartier? Die hasenfüßigen Deutschen?
Hans-Lothar Domröse: Mir mit meinem schönen Dienstgrad sagt das so keiner. Aber natürlich ist es nicht leicht, eine Koalition von vierzig Nationen zusammenzuhalten, wenn es welche gibt, die überwiegend Brunnen bohren, und andere, die überwiegend kämpfen. Das schafft gewisse Animositäten untereinander.
SZ: Wären denn die Deutschen erwünscht im Süden?
Domröse: Nicht wirklich, denn es sind da schon über 12.000 Mann. 100 oder 200 Mann mehr würden da keinen Unterschied machen. Das ist wie beim Metzger, wenn 1000 Gramm Kasseler auf der Waage liegen. Ob Sie da noch 100 Gramm dazulegen oder nicht, ist nicht entscheidend. Insofern ist es eine Scheindiskussion. Im Übrigen: Der deutsche Beitrag in Kabul und im Norden wird anerkannt, er ist wichtig und trägt zur Stabilisierung bei.
SZ: Insgesamt aber läuft der Krieg schlecht für die Isaf-Truppen. Warum?
Domröse: Mit dem Wort Krieg möchte ich vorsichtig sein. Für mich ist es mehr ein fight, ein Kampf. Sie sagen, es läuft nicht gut. Dem kann ich nicht völlig widersprechen.
SZ: Wieso läuft es nicht gut?
Domröse: Die Annahme, dass man die Aufständischen auf konventionelle Weise leicht schlagen könne, war falsch. Wir haben es mit einer asymmetrischen Auseinandersetzung zu tun, die alte Mathematik gilt hier nicht.
SZ: Aber das ist doch keine neue Erkenntnis, das wusste man doch vorher schon. Hat man die Probleme unterschätzt?
Domröse: Vielleicht waren wir, die internationale Gemeinschaft, zunächst ein bisschen naiv.
SZ: Auch ein bisschen zu optimistisch?
Domröse: Vielleicht auch das.
SZ: Das Bild ist verheerend: Auf der einen Seite eine Art Lumpenguerilla, auf der anderen die mächtigsten Armeen des Westens, die aber anscheinend nicht in der Lage sind, diese Guerillatruppe in den Griff zu bekommen.
Domröse: Da stimme ich Ihnen ja zu. Das Problem ist die Grenze mit Pakistan, 2500 Kilometer lang und nicht beherrschbar. Jenseits dieser Grenze und außerhalb unseres Mandats befinden sich Ausbildungslager ...
SZ: ... und die dort im Terror- und Guerillakampf Ausgebildeten sickern über die Grenze nach Afghanistan ein.
Domröse: Sie sickern ein und ziehen sich dorthin zurück. Solange diese Sanktuarien auf pakistanischer Seite bestehen, tun wir uns hier natürlich schwer.
Auf der nächsten Seite: Was Hans-Lothar Domröse von der afghanischen Armee hält und ob für die Konfliktlösung in Afghanistan mehr Isaf-Soldaten notwendig sind.
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"HIER GEHT ES UM DIE BUNDESWEHR UND DAS ISAF-MANDAT ---- UND *NICHT* UM DIE *USA* !!!!!!! "
Ah ja, schon klar und mit der ISAF und dem Afghanistan-Krieg hat die USA natürlich rein gar nicht zu tun! :-)
"Und woher ich schreibe, das können Sie offensichtlich auch nicht erraten, denn Sie sind viel zu kurz!!!! ........ hier im suedcafe der SZ-online dabei. :-)
Sie sind angemeldet seit dem 08.10.2008, das heißt seit 16 Tagen nur. "
Was hat das erstens mit dem Inhalt der Kommentare zu tun und zweitens kommt das ein wenig komisch rüber, von jemandem dessen Profil von der SZ gesperrt wurde! :-) Besser 16 Tage dabei als rausgeflogen! :-)
Sie sind ja immer noch am Herumraten und stochern mit ihrer kurzen Stange im Nebel herum, ohne etwas zu treffen.
Darum nocheinmal, extra für SIE:
HIER GEHT ES UM DIE BUNDESWEHR UND DAS ISAF-MANDAT ---- UND *NICHT* UM DIE *USA* !!!!!!!
Und woher ich schreibe, das können Sie offensichtlich auch nicht erraten, denn Sie sind viel zu kurz!!!! ........ hier im suedcafe der SZ-online dabei. :-)
Sie sind angemeldet seit dem 08.10.2008, das heißt seit 16 Tagen nur.
Also lernen Sie ruhig noch etwas dazu, es lohnt sich bei etwas gutem Willen. :-)
selbstaendig
"und Sie offenbar keine Ahnung davon haben in Deutschland. "
Darf ich dem entnehmen, dass sie nicht aus Deutschland schreiben? Soll ich raten, von woher dann? :-)
Und sie wollen uns Deutschen allen Ernstes einreden, dass wir für ihre Interessen den Kopf hinhalten sollen? Nee, nee, machen sie dass nur mal selber.
Falls sie´s noch nicht mitbekommen haben, die USA bekämpfen natürlich nie irgendwelche Länder. Denn die USA sind gut und lieeeeben alle Völker. Sie kämpfen immer nur gegen ganz finstere, böööööse Gruppen dort. z.B. die Vietkong oder die Taliban oder Saddam. Und auch immer nur wenn sie angegriffen wurden. Auch wenn man da manchmal ein wenig nachhelfen muss wie in Tonkin. Und weil die bööösen Gruppen gar so bööööse sind, darf man beim Bekämpfen nicht gar so zimperlich sein, weshalb halt dann leider ziemlich viele Zivilisten sterben. Die sterben aber nicht in ihrer Eigenschaft als jeweilige Landesbürger, nein, nein, die sind "Kollateralschäden", weil man kämpft ja schliesslich nicht gegen ein Land und seine Bevölkerung. Man ist ja nur da um zu befreien. Und helfen. Und aufbauen. Und überhaupt...
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann.... :-)
@ aoe, von dem so angeblichen "sachlichen Nonsens"?
Ihre wirren Entschuldigungen und Ausflüchte zum Thema "US-Krieg gegen Afghanistan" sind schon nicht erhellend, auch nicht erheiternd, weil es einen solchen "US-Krieg gegen Afghanistan" überhaupt nicht gibt.
Denn die Amerikaner bekriegen nicht Afghanistan, sondern die Taliban und andere Mörderbanden dort und Terroristen, die alles mit Füßen treten, wofür andere schon gekämpft hatten in Ihrem Leben und Sie offenbar keine Ahnung davon haben in Deutschland.
Und die Isaf-Mission im Auftrag der UNO, an der sich die Bundeswehr beteiligt, sind nicht die US-Amerikaner.
Aber das merkten Sie noch garnicht, denn Sie spielen in Ihrem Sandkasten Blinde Kuh und mit Pappkameraden.
Viel Spaß dann noch dabei! ;-))))))
Paging