Immer wieder klagen Anwohner gegen Kitas in ihrer Nachbarschaft. Das Bauministerium plant nun, die Genehmigungen in Neubaugebieten zu erleichtern und will zwischen Kinderlärm und Verkehrsgebrumm künftig einen Unterschied machen.
Sie tragen niedliche Namen wie "Marienkäfer" oder "Milchzahn", doch manche Anwohner empfinden sie als Quelle von Radau: Kindertagesstätten. Auch wenn die Kleinen noch auf schwachen Beinchen über die Wiese tapsen - die Natur hat sie mit kräftigen Stimmen gesegnet. Das können Eltern bestätigen - und Nachbarn von Kindergärten und Krippen. Anwohner haben in den vergangenen Jahren immer wieder gegen den tobenden Nachwuchs geklagt und recht bekommen. Die "Milchzahn"-Kita in Berlin-Friedenau musste deshalb schließen, die "Marienkäfer" in Hamburg-Wandsbek aus ihren Räumen ausziehen.
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Krachmachen erlaubt: Bauminister Peter Ramsauer will den Neubau von Kitas erleichtern und die Klagemöglichkeiten von Anwohnern einschränken. (© ddp)
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Und das in einer Zeit, in der Deutschland gegen Kinderarmut kämpft und Kitaplätze in rasantem Tempo aufgestockt werden sollen. Um anderen Kitas künftig das Schicksal der "Marienkäfer" zu ersparen, will die Bundesregierung nun die Gesetze ändern.
Mit Lärmschutzwänden gegen Kita-Lärm
"Kinderlärm ist doch keine schädliche Umwelteinwirkung", vor der die Bürger geschützt werden müssten, sagt Bundesbauminister Peter Ramsauer. Bisher darf eine Kindertagesstätte nur per Ausnahmegenehmigung in einem Wohngebiet eingerichtet werden, diese Regelung erleichterte es Anwohnern, per Anwalt gegen die Einrichtungen vorzugehen. Künftig sollen Kitas dagegen "grundsätzlich in allen Wohngebieten zulässig sein", sagt Ramsauer. Die geplante Neufassung des Baugesetzbuchs würde allerdings nur für Neubaugebiete gelten, für bestehende Siedlungen könne man die Rechtslage nicht nachträglich ändern, heißt es aus dem Bauministerium. Dennoch: In neuen Siedlungen wird es für Betreiber wie auch Städte und Gemeinden deutlich einfacher, eine Kita aufzubauen.
Auch der zweite juristische Hebel gegen Kitas soll verschwinden: Das Immissionsschutzgesetz. Dort wird bislang kein Unterschied gemacht, ob in der Nachbarschaft ein Kind kreischt oder ein Schwerlaster vorbeirumpelt - beides kann eine unzumutbare Belastung sein. Auch das soll sich ändern. Künftig wird es in der Regel nicht mehr möglich sein, wegen Kinderlärms aus Kitas vor Gericht zu ziehen. Bisher mussten sich Kitas teilweise mit teurem Lärmschutz behelfen. Die "Marienkäfer" etwa waren nach ihrem Umzug gezwungen, die Nachbarn mit einer 60 Meter langen Lärmschutzwand zu besänftigen. Aus dieser Erfahrung heraus hat das Land Berlin im Februar als erstes sein Lärmschutzgesetz zugunsten der Kinder geändert.
Anderswo werden bedrängte Kitas noch etwas auf Abhilfe warten müssen. Der Gesetzentwurf soll erst nach einer Expertenanhörung im Herbst in den Bundestag kommen. Der Bundesrat hat schon Unterstützung signalisiert: Er hat ebenfalls gefordert, Kinderlärm endlich zu tolerieren. Diesen Freiraum bräuchten die Kleinen für ihre Entwicklung.
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(SZ vom 17.08.2010/mob)
Zum 30. Todestag von Romy Schneider
Sie hat gerade erst angefangen. Eine asoziale aus Egoisten in Altersstufen bestehende Gesellschaft hinterlässt (Atom-) Müllberge, Dreck, eine aufgefressene und mit Beton versiegelte Umwelt, Schulden, ruinierte Sozialsysteme, sich auf Kosten anderer fettfressende Politikerkasten und glaubt dann auch noch, ausgerechnet den Kleinsten in der Gesellschaft im Alter von 2-6 Jahren vorschreiben zu können, das diese in der Mittagszeit von 12-15 Uhr gefälligst die Ruhe zu halten hätten.
Passen Sie nur auf, wie man in den Wald hinein schreit, so schallt es wieder raus! Ich freue mich, wenn dereinst einer der ehemals süßen Kleinen Ihren Rollstuhl schiebt. Wenn Sie in Zukunft dann sabbernd im Pflegeheim sitzen, werden Sie sich einige Erkenntnisse und Einstellungen der nach uns kommenden Generationen anhören müssen. Sie müssen jetzt auf die Toilette? Erst wird gegessen, dann macht der Pfleger seine Mittagspause von 12-15 Uhr und danach können Sie evtl. Ihre Windel gewechselt bekommen! Bis dahin wird gefälligst Ruhe gehalten....
Kindertagesstätten sind, wie der Name schon sagt, Orte, wo Kinder tagsüber eine gewisse Zeit zusammen verbringen. Zu Zeiten, wo Straßen- und Baulärm, u.a. all gegenwärtig sind. Wer sich tagsüber von Kindern gestört fühlt, ist ein lebensfeindlicher Misanthrop.
Also wir sprechen hier von Kindern - und nach Ihren Angaben solche, die sich wagen draußen zu spielen und nicht in der Wohnung toben!
Sie wünschen sich dressierte Kinder, möglichst mit einem Schalter zur Ruhigstellung!
Was hat der "Lärm" von vier- bis sechsjährigen Kindern mit Erziehung zu tun? Sie wollen für sich alle Rechte, schließlich sind sie erwachsen!
Kinder haben schließlich Rücksicht zu nehmen!
Autos, Motorräder etc., die dürfen laut sein. Da muß man keine Rücksicht auf Kinder nehmen. Kinder sollen möglichst an einem bestimmten Ort spielen, nicht so wie früher, zu meiner Kindheit. Wir hatten noch Platz, wir konnten noch auf Wiesen oder im Wald spielen.
Die lärmenden, schreienden Alten - Kinder werden niemals im ruhigen Ton angesprochen, sie werden sofort angebrüllt - Verbote ausgestoßen und Strafen angedroht!
Vielleicht zieht ja mal ein schwerhöriger Mensch in Ihre Nähe - der Lärm der Fernseh- und Radiogeräte wird Ihnen gefallen!
Glauben Sie allen Ernstes, dass Kinder, deren Erziehungsmaxime ein uneingeschränktes "Recht zum Toben" ist, dereinst einmal "sozial eingestellt sein und ein gehöriges Maß an Hilfsbereitschaft besitzen werden"?
Es sind Zweifel angebracht. Schon heute ist eine dramatische Entsozialisierung der Gesellschaft festzustellen, und dieser wird durch ein "Recht zum Toben" sicher nicht entgegengewirkt. Bezüglich einer Pflegebedürftigkeit, die Sie mir hoffentlich nicht wünschen, möchte ich auf solche Egoisten nicht angewiesen sein. Denn wer heute nicht auf Kranke, Nachtarbeiter etc. Rücksicht zu nehmen gelernt hat, dem sind auch die heutigen und zukünftigen Pflegebedürftigen schnuppe.
KEIN Mensch ist gegen Kinder. Wenn Sie genau gelesen hätten, sprechen wir(ich hier über einen kleinen Teil von Eltern, die ihre Kinder nicht erziehen wollen, oder können. Für die, die Freiheit nur für sich reklamieren (und ihre Kinder) ohne Rücksicht auf Andere.
Wir haben bei uns, bei der Aufschliessung unserer Gründe, zusammengelegt und rund 1.500 qm Grund GEMEINSAM als Kinderspielplatz bezahlt und eingerichtet. (Achtung: wir sind am LANDE - weit weg von einer Grossstadt).
Jetzt ist der so beliebt, dass der Kindergarten der Gemeinde (2 km) in der Mittagspause zu uns kommt und ihn benützt !! Super? - Ist OK für uns, aber und hier schreibe ich gerne nochmals - OHNE die Schreier - sind zwar nur rund 15-20 %, aber DIE stören und nicht nur die, von Ihnen abfällig abgekanzelten Rentner.
Ihre Theorien bezüglich der pflegebedürftigen Alten - woher haben Sie diese? Schreiende, lärmende Alte?
Ich habe von uns geschrieben, von Schichtarbeiter, von totkranken Menschen, die ALLE an diesem Spielplatz mit bezahlt hatten. Haben diese Menschen denn gar keine (menschlichen) Rechte? Es sollte doch ein gewisses Miteinander geben.
Aber Sie sind ja, wie ich sehe, perfekt alle Menschen zu analysieren. Wie wäre es mit Ihnen selbst? Allein erziehende Mutter mit 3 Kindern, Krankenschwester, oder Harz IV, enttäuscht, neidisch auf die Rentner, oder Politikerin?
Übrigens - zumindest ich, habe nicht auf Kinder geschimpft, sondern aufgezeigt, wie Eltern sich benehmen, sofern man dies noch als Benehmen, oder Erziehung bezeichnen kann. OK - Ende der Debatte.
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