Nordkorea hat die Berichterstattung japanischer Medien scharf kritisiert. Die Behauptung, Machthaber Kim Jong II sei krank, stelle eine "Entehrung" dar.
Nordkorea hat einen japanischen Zeitungsbericht über eine mögliche Erkrankung des Machthabers Kim Jong Il als eine "feiste Lüge" bezeichnet. Der Armee und der Bevölkerung Nordkoreas seien das Prestige ihres obersten Führers "wichtiger als das eigene Leben" und eine Entehrung werde nicht akzeptiert, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.
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Nordkoreas Machthaber Kim Jong II ist Medienberichten zufolge schwer krank. Jetzt hat Nordkoreas Regierung die Gerüchte dementiert. (© Foto: Reuters)
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Furcht vor Machtvakuum
In den vergangenen Wochen war im Ausland wiederholt darüber diskutiert worden, ob Kim einen Schlaganfall erlitten habe, unter anderem da er Termine in der Öffentlichkeit nicht mehr wahrnahm.
Die japanische Zeitung Yomiuri Shimbun hatte am Wochenende berichtet, den nordkoreanischen Vertretern stünde "eine wichtige Botschaft" ihrer Regierung ins Haus. Die Zeitung spekulierte, es ginge dabei um den Gesundheitszustand des Machthabers.
Bei schwerer Krankheit oder Tod des Machthabers wird ein Machtvakuum in dem hochmilitarisierten Land befürchtet, dessen Armee mit rund 1,1 Millionen Soldaten mehr als vier Mal so groß ist wie die Bundeswehr. Nach südkoreanischer Einschätzung ist das schwer abgeschottete Land zudem in der Lage, Atomwaffen herzustellen.
- Verwirrung um Nordkorea Keine Spur von Kim 20.10.2008
- Nordkorea Spekulationen um Kim 19.10.2008
(Reuters/akh/jkr)
Müll am Fluss
"Bei schwerer Krankheit oder Tod des Machthabers wird ein Machtvakuum in dem hochmilitarisierten Land befürchtet"
Naja, eher gewünscht.
Die Grundlagen der Behauptungen sind mehr als dürftig und nur dadurch zu erklären, daß die DVRK für westliche Spione ein schwarzes Loch ist. So verbreiten sie in einem beispiellosen Personenkult immer neue Gerüchte über den Vorsitzenden des Zentralkomitees der Koreanischen Partei der Arbeit. Dabei das Fehlen öffentlicher Auftritte für Spekulationen nutzend, aber völlig verschweigend, daß Kim Jong Il die tägliche praktische Arbeit schon immer großen öffentlichen Auftritten vorzog.
Die Hoffnung auf ein Machtvakuum ist aber völlig unberechtigt. Der Partei der Arbeit gehört über die Hälfte der erwachsenen Einwohner ein, und selbst im unwahrscheinlichen Fall, daß irgendwann nach Wegfall Kim Jong Ils revisionistische Kräfte die Oberhand gewinnen, dauert es gemäß historischen Erfahrungen mit den Konterrevolutionen in anderen sozialistischen Staaten mehrere Jahrzehnte, bis die Imperialisten auf eine Konterrevolution hoffen können.
Und daß das imperialistische Weltsystem im Angesicht der zunehmenden (imperialistische-)Weltwirtschaftskrise so lange durchhält, ist wesentlich unwahrscheinlicher, ganz abgesehen davon, daß der profit- und nicht bedürfnisorientierten Wirtschaftsordnung Kapitalismus im betrachteten Zeitraum auch noch die Umwelt um die Ohren fliegt.
Die ganze Kapitalistenpropaganda kommt mir vor wie das absurde Endsieggeschwafel der Faschisten. Die DVRK und ihr Großer Führer sind derer moderner Nachfolger geringstes Problem.
das ist schon ein ganz klein wenig anders als bei uns.
Kim Jong Li muss aufpasssen, dass er nicht plötzlich feststellt, wie krank seine Empörung klingt. Das kann dann richtig krank machen. Lachen ist gesund und dieser so gesunde Imperator kann zur zuverlässigen Quelle von Gesundheit werden - außer seiner eigenen.
Tja - wenn´s nicht stimmt, dann sollte man ihn ja beim Marathon filmen können.
stehen dem jungen Mann ob dieser Empörung schon die Haare zu Berge (oder ist das eine Föhnfrsiur im PjöngJang-Stil?) und er schaut mit dem Ausdruck wildester Entschlossenheit in die Kamera. (Pass nur auf, Kim, dass Du nicht über Deine hohen Absätze hagelst..., nicht dass man Dich wieder ins Stühlchen heben muss..)