Die von der Bundesregierung versprochenen Steuererleichterungen kommen nun möglicherweise doch nicht: Die Länder stellen sich quer.
Die für Januar geplanten Steuersenkungen stehen weiterhin auf der Kippe. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Unions-Ministerpräsidenten konnten sich bei einer vertraulichen Unterredung nicht auf eine gemeinsame Linie zur Entlastung einzelner Länder wegen der erwarteten Steuerausfälle verständigen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Freitag aus Teilnehmerkreisen.
Die Unions-Ministerpräsidenten ziehen bei den Steuerplänen von Kanzlerin Merkel nicht mit. (© Foto: AP)
Anzeige
Vor allem das schwarz-gelb regierte Schleswig-Holstein will den 2010 geplanten Steuersenkungen der Bundesregierung ohne Gegenleistungen des Bundes nicht zustimmen. Die meisten Ministerpräsidenten sprachen sich dagegen aus, einzelne Länder mit Zugeständnissen bevorzugt zu behandeln. Die Verabschiedung des Steuerpakets soll eigentlich am 18. Dezember abgeschlossen werden.
In der Runde wurde nicht ausgeschlossen, dass sich die Verhandlungen mit den Ländern in einem Vermittlungsverfahren bis in den Januar hinziehen werden. In diesem Fall könnte das Wachstums-Beschleunigungsgesetz nicht wie geplant am 1. Januar in Kraft treten. Es sieht mit einem Volumen von etwa 8,5 Milliarden Euro unter anderem eine Erhöhung des Kindergeldes und Entlastungen bei der Erbschaftsteuer und der Unternehmensteuer vor.
- Thema
- Bundesregierung RSS
- Sparkurs für Europa Eine Woche der Bewährung 17.05.2010
- Kranker Finanzminister Schäuble An der Grenze 12.05.2010
- Fehlende Bundesratsmehrheit Guido lässt abspecken 12.05.2010
- Kabinett billigt Euro-Rettungspaket Beschlossen: Bürgenmeister Deutschland 11.05.2010
- Regierungssprecher Zwei wurden Intendant 06.05.2010
- Mehr Schutz für Anleger und Firmen Hürden für Spekulanten 03.05.2010
- Kohl kritisiert die deutsche Politik "Lamento und Klein-Klein" 02.04.2010
(dpa/bavo)
Zum 30. Todestag von Romy Schneider
Stimmvieh
*Die geplanten Steuererleichterungen treffen doch sowieso nur wieder Wohlstandsbürgertum und Familien mit Kindern. *
Ich teile Ihre Meinung. Und ergänze: die Hartz-Kinder kriegen natürlich nix.
Habe fast das Gefühl, dass hier einige Foristen tatsächlich traurig oder böse sind ob dieser vollkommen vorhersehbaren Wahllüge. (Bitte, liebe Leut, das hat nun wirklich jeder gewusst!)
Ich freu mich, denn dieses "Wachstums-Beschleunigungsgesetz" ist ein sinnloses Bedienen von Klientel mit so gut wie keiner Wirkung auf die Konjunktur. Und dafür sollen die Länder ausbluten, die sich sowieso auf die i.diotische Schuldenbremse vorbereiten müssen und keine öffentlichen Aufgaben mehr bezahlen können?
Ich jedenfalls bin froh über das gebrochene Wahlversprechen.
... um die NRW-Wahl im Frühjahr (SPD weiter im Coma ...) . Deshalb kann sie über die Lachnummer namens Wachstumsbeschleunigungsgesetz jetzt selbst schon lachen (insgeheim , noch ...) . Und Guido wird's überleben : er ist zu gerne Vizekanzler .
versuchen, die Steuern im Gesamtaufkommen konstant zu halten und etwas umzuschichten. Nennt sich Steuerreform, Subventionskürzungen und -streichungen wären fällig. Aber die Lobby hat sich formiert. Glück, wer was absetzen kann - der Rest zahlt.
"Wachstums-Beschleunigungsgesetz"
welch geistes kind hat sich eigentlich diese bezeichnung einfallen lassen? naja, eigentlich kann man ja schon froh sein, dass man sich nicht irgendwelchen extrem hippen anglizismen bedient hat.
wachstum per gesetz!? und wenn das gesetz gebrochen wird, wer kommt dann vor gericht?
;-)
Die geplanten Steuererleichterungen treffen doch sowieso nur wieder Wohlstandsbürgertum und Familien mit Kindern.
Wann tut die Politik mal was für die mittleren Einkommen? Auch solche ohne Kinder?
Paging