Russland hat nach Nato-Angaben die militärische Zusammenarbeit mit dem Militärbündnis offiziell auf Eis gelegt. Die EU-Regierungen fürchten eine Verschärfung des Konflikts. Von F. Nienhuysen und D. Brössler
Russland hat am Donnerstag nach Angaben der Nato die militärische Zusammenarbeit mit der westlichen Allianz bis auf weiteres ausgesetzt. Betroffen sind gemeinsame Manöver sowie eine Reihe von Informationstreffen zwischen Offizieren beider Seiten sowie Planungen für gemeinsame Militärübungen, die für 2009 vorgesehen waren, heißt es in Brüssel.
Bild vergrößern
Rückeroberung des eigenen Landes: Georgier schwenken ihre Flagge in der Nähe von Gori - hier sind die Russen bereits abgezogen (© Foto: Reuters)
Anzeige
Am Dienstag hatte bereits die Nato entschieden, die Kontakte im Nato-Russland-Rat auszusetzen. Die russische Regierung versicherte jedoch, keinesfalls würde Transportflügen der Nato, mit denen die internationalen Truppen in Afghanistan versorgt werden, die Überfluggenehmigung entzogen. "Eine Niederlage der Nato in Afghanistan ist nicht in unserem Interesse", sagte der russische Nato-Botschafter Dmitrij Rogosin.
Die Bundesregierung fürchtet eine neue Verschärfung in der Krise in Georgien. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte am Donnerstag eine für Ende des Monats geplante Reise nach Afrika ab. Eine offizielle Begründung gab das Auswärtige Amt zwar nicht.
Im Ministerium wurde aber für die kommenden Tage und Wochen mit intensiver diplomatischer Aktivität gerechnet. Größte Sorge herrschte in Berlin, dass Russland seinen Truppenabzug nicht wie angekündigt bis Freitagabend abschließen könnte. "Das A und O ist, dass Russland den Abzug der Truppen nicht weiter verschleppt", hatte Kanzlerin Angela Merkel bereits am Mittwoch im Kabinett gesagt.
Für den Fall fortdauernder Truppenpräsenz im georgischen Kernland rechnen Beobachter mit einer rapiden Verschlechterung des Verhältnisses der EU zu Russland. Konkrete Maßnahmen würde voraussichtlich ein Sondergipfel der Staats-und Regierungschefs beschließen.
Russland hat auch am Donnerstag die Zweifel am baldigen Abzug seiner Truppen aus Georgien nicht ausräumen können. Die französische EU-Ratspräsidentschaft sprach zwar von einem "ermutigenden Zeichen", dies sei aber keineswegs ausreichend. "Wir haben den Rückzug zweier kleiner Kolonnen festgestellt, und wir warten auf den vollständigen Abzug", sagte Außenminister Bernard Kouchner.
Russland müsse aber Wort halten und sich ganz aus der früheren Sowjetrepublik zurückziehen. Der russische Generalstab hatte angekündigt, bis zu diesem Freitagabend würden sich alle Soldaten der 58.Armee aus dem georgischen Kernland nach Südossetien zurückziehen. Außenminister Sergej Lawrow betonte indes, dass auch danach 500 russische Soldaten in einer Pufferzone rund um Südossetien bleiben würden.
Rund um die Stadt Gori waren am Donnerstag nach mehreren Berichten deutlich weniger russische Panzer und Soldaten zu sehen. Allerdings beschuldigte die georgische Regierung Russland, den Abzug lediglich vorzutäuschen und stattdessen die Truppen nur zu verlagern.
Die Nachrichtenagentur AP meldete, dass russische Soldaten vor der Stadt Poti, einem wichtigen Ölhafen für Georgien, in Stellung gegangen seien und auch eine Brücke besetzt hätten. US-Außenministerin Condoleezza Rice machte indessen deutlich, dass der Konflikt um Südossetien und Abchasien kein Hindernis für einen Nato-Beitritt Georgiens sei.
Wunsch nach Unabhängigkeit
Südossetien und Abchasien haben derweil ihren Druck auf Moskau verstärkt, ihre selbsterklärte Unabhängigkeit von Georgien auch offiziell anzuerkennen. In der abchasischen Hauptstadt Suchumi demonstrierten mehr als 50000 Menschen für eine Loslösung, am Tag zuvor hatte bereits das Parlament die russische Regierung zur Anerkennung aufgefordert.
Wichtige Schritte dazu könnten bereits in den kommenden Tagen folgen. Am Montag treffen sich in Moskau die beiden Kammern des Parlaments, Duma und Föderationsrat, zu Sondersitzungen. Die Mehrheit der Abgeordneten ist nach einem Bericht der Zeitung Kommersant bereit, Südossetien und Abchasien als unabhängig anzuerkennen.
Außer mit Russland befreundete Staaten dürfte jedoch kaum ein Land die Unabhängigkeit der beiden abtrünnigen Provinzen akzeptieren. Ein von Frankreich im UN-Sicherheitsrat vorgelegter Resolutionsentwurf hatte die territoriale Einheit Georgiens betont, weshalb Russland ihn ablehnte. Moskau wiederum brachte nun einen eigenen Resolutionsentwurf ein, der "Wort für Wort, Komma für Komma" die sechs Prinzipien des unterzeichneten Waffenstillstandes wiedergebe, wie Russlands UN-Botschafter Witalij Tschurkin betonte.
(SZ vom 22.08.2008/aho)
"The Substance" im Kino
Die Situation in Russland und Georgien offenbart doch nur eines: in Zeiten nach dem kalten Krieg, und darauf ist besonderer Wert zu legen, kann es ja gleichsam gar nicht mehr zu einer Begriffsaufwertung des ersten Begriffs kommen. Bereits Thomas von Aquin stellte fest, dass die Ruhe auf einem Gebirgskamm liegt. Überträgt man dieses Konzept auf das 21. Jahrhundert, so ergeben sich verblüffende Parallelen (Stichworte: Höhenabschmelzung, Schwerterkonvolut etc.). Dass diese wahren Gründe selten im Zusammenhang mit dem Kaukasus genannt werden ist bedauerlich und einer tiefergründigen Debatte nicht gerade dienlich.
Öööhhh ... oder vielleicht getretene Bürger? weil: bei vertreten schmerzt der Fuss, bei betreten könnte es ein uralter ausgetretener Pfad sein ... ja vielleicht ist es das oder? fragt
Kuni
Finde einen Vasallen!!!
Installiere den in ein Land, wo Leute faktisch von Deinen Milliarden abhängig sind!!!
Ködere sie mit Milliarden durch deinen Vasallen!!!
Leifere ihn seinem Schächer aus!!!
Verkaufe Dich dann als Heilsbringer "par-excellence" im Tal der AHNUNGSLOSEN!!!
Provoziere den, der den Nimbus hat und Dir ebenbürtig zu sein suggeriert!!!
Verleumde den, der den Nimbus hat und Dir ebenbürtig zu sein suggeriert!!!
Benutze für Deine Verleumdungen Lügen, Daß sich die Balken biegen!!!
Verkaufe Dich aber "die Gerechtigkeit" in jegliche Person im Tal der AHNUNGSLOSEN!!!
Weil die "EMBEDED" "FREE WESTERN PRESS" ihr Schnittchen dazu tun!!!
Versuche dann den Scherbenhaufen, den Du selber aufgehäuft hast, aufzuräumen!!!
Egal, ob in Transkaukasien, Afghanistan oder Irak!!
Dann, als wäre es nicht genug Deiner Missetaten, versuche deine Opposition als Freud des angeblichen Dämonen zu vermarkten!!! ...
Obwohl Du die Dämonen aus Pandoras Büchse gelassen hast!!!
Egal ob in Transkaukasien, Afghanistan oder Irak!!!
Dann, weil Du ja Gerechtigkeit in Person bist, versuche die Leute in diesen Staaten deiner ehemaligen Vasallen so zu befreien, daß Du (hundert)tausende auf dem Gewissen hast!!!
Lasse andere, die ähnlich schreckliche Weise tausende auf dem Gewissen haben, in Holland vor den Kadi stellen, weil sie ja ...!!!
Vergifte sie dort mit Giften, die wir noch nie gesehen, daß die Leute jämmerlich dahinkrepieren!!!
Vermarkte das ganze noch als "Demokratie"!!!
UND...
UND...
UND
BEKLAGE DICH, DASS LEUTE WELTWEIT ERFÜLLT SIND, MIT HASS ÜBER DICH ABER WENIGSTENS MIT HOHER ANTIPATIE!!!
UND WUNDERE DICH, WARUM, WIESO, WESHALB SICH DIE LEUTE AUSGERECHNET NICHT VON DIR BEFREIEN LASSEN WOLLEN!!!?
UND, UND, UND...
olleluja:"Abchasien und Südossetien wurden doch schon vorher von Russland abgespalten un deren Bürger mit russischen Pässen ausgestattet, was schlichtweg illegal ist"
wenn Sie von falschen Vorraussetzungen ausgehen, wird das nichts mit Ihrer Analyse.
Jeder ehemalige SU-Bürger hatte das Recht, einen russischen Pass zu beantragen. Die russischen Behörden haben nicht von oben herab, die Bürger mit russischen Pässen ausgestattet.
"es hätte den Sakaschwili nicht gegeben, was wäre denn anders? "
Unter Schewardnadse z.B. hätte es sicher keine Bombardierung ziviler Ziele, Städte und Dörfer in Südossetien gegeben, noch dazu mit Flächenwaffen (Mörser, Artillerie, Raketenwerfer) und dies stellt ein klares Kriegsverbrechen dar, warum klagt deswegen niemand den verbrecher Sakaschwili an?.
Ganz abgesehen davon ob wie die Georgier sagen "nur" einige Dutzend Südosseten gestorben sind, oder wie dir Russen sagen 2.000. Die Wahrheit liegt wohl wie meist irgendwo dazwischen und jeder einzelne war einer zuviel.
Apropos Vorshcreiben, wir sollten weder den georgiern, noch dne Russen noch sonst wen irgendwas vorschreiben, wer sind wir denn?, aber es kann nicht sein das mit gespaltener Zunge gesprochen wird, mehr als zweierlei MAsstäbe angewendet und geheuchelt wird das sich die Balken biegen, siehe Kosovo, da war es OK da im Interesse der USA und NATO, Abchasien/Südossetien nein, weil NICHT im Interesse der USA und NATO.
Welchem normalen Menshcen ist dies vermittelbar?, sieht so unser Demokratieerständis und Moral aus?, da braucht man sich nicht wundern das neben USA und Isarel auch Europa kaum noch messbares Ansehen und Glaubwürdigkeit hat.
Was den Kreig angeht, dieser fand nicht ohne wissen der UAS statt, sogar warscheinlich das diese ihn befohlen haben, denn wie man sieht profitieren die USA bzw. die Neocons und PNAC dadurch auf breiter Front ohne sich slebst die Finger schmutzig/blutig gemacht zu haben.
Paging