Der irakische Staat wird demnächst etwa 300 Millionen US-Dollar erhalten, die der ehemalige Diktator Saddam Hussein einst in der Schweiz angelegt hatte.

Das Finanzministerium in Bagdad erklärte am Montag, der irakische Staat habe vor dem Schweizer Bundesgericht nun einen Prozess gegen Challaf al-Dulaimi, den ehemaligen Anwalt des Diktators, gewonnen, in dessen Namen das Geld einst angelegt worden sei.

Sein ehemaliger Anwalt hat den Prozess verloren: der ehemalige Diktator Saddam Hussein. (© Foto: AP)

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Die Konten mit dem von Saddam veruntreuten Geld in der Schweiz seien nun eingefroren worden. Das Geld, umgerechnet etwa 188 Millionen Euro, werde spätestens Mitte Juni an einen Irak-Aufbaufonds überwiesen, hieß es in Bagdad. Das Bundesgericht in Lausanne hatte im vergangenen Januar erklärt, die Schweiz sei nicht befugt, die Gültigkeit von Beschlüssen des UN-Sicherheitsrates zu prüfen.

Der Sicherheitsrat hatte eine Liste mit den Namen von Personen erstellt, die während der Saddam-Ära irakische Staatsgelder veruntreut haben sollen. Der frühere Finanzchef des irakischen Geheimdienstes habe jedoch die Möglichkeit, sich beim Sanktions-Komitee erneut um eine Streichung seines Namens von der Liste zu bemühen, befand das Gericht.

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(dpa/sekr)