Der venezolanische Präsident hat zugesagt, sich um die Freilassung von Geiseln der kolumbianischen Guerilla zu bemühen.

Ein Treffen des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez mit Kolumbiens Staatschef Alvaro Uribe in Bogotá hat Hoffnungen auf eine humanitäre Lösung der kolumbianischen Geiselkrise geweckt.

Venezuelas Präsident Hugo Chavez und Kolumbiens Staatschef Alvaro Uribe sind sich einig: Chavez soll vermitteln (© Foto: AP)

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Mit Uribes ausdrücklicher Einwilligung werde er in Caracas einen Vertreter der kolumbianischen FARC-Rebellen empfangen, um mit ihnen über einen möglichen Gefangenenaustausch zu sprechen, sagte Chávez nach Gesprächen mit seinem konservativen kolumbianischen Kollegen.

Wann dieses Treffen stattfinden wird, ließ er offen. Er sagte lediglich, er kehre "mit großem Optimismus" nach Venezuela zurück.

Chávez versucht sich derzeit als Vermittler für einen möglichen Gefangenenaustausch. Die Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (Farc) will insgesamt 45 Geiseln freilassen, wenn die kolumbianische Regierung 500 ihrer Kämpfer aus dem Gefängnis entlässt.

Seit 2002 ist auch die französisch-kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt in der Gewalt der marxistischen Rebellen. Chávez will nach eigenen Angaben auf Bitten des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy versuchen, von der Farc einen Beweis dafür zu erhalten, dass Betancourt noch am Leben ist.

Wenige Stunden vor seinem Besuch in Bogotá hatte Chávez als "Geste des guten Willens" 41 in Venezuela inhaftierte kolumbianische Paramilitärs amnestiert. Sie sollen 2004 an einem Putsch gegen den linksgerichteten venezolanischen Staatschef beteiligt gewesen sein.

Uribe kündigte ferner an, dass die Farc-Guerilla am Samstag die Leichen von elf Provinzabgeordneten übergeben werde. Sie waren im Juni unter umstrittenen Umständen ums Leben gekommen, als sie sich in Geiselhaft der linksgerichteten Rebellen befanden. Der Repräsentant des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Yves Heller, wollte das Datum für die Übergabe allerdings zunächst nicht bestätigen.

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(AFP/AP)