Bei der gewaltsamen Befreiung der beiden in Afghanistan verschleppten italienischen Soldaten sind beide Männer verletzt worden - einer von ihnen lebensgefährlich.
Die erste Entführung von Soldaten der internationalen Schutztruppe Isaf in Afghanistan ist am Montag mit einer Militäroperation der Nato beendet worden. Ein Einsatzkommando befreite die beiden seit Samstag vermissten Italiener gewaltsam aus der Hand ihrer Entführer.
Mit einer Militäraktion der Nato wurden die beiden seit dem Wochenende vermissten Isaf-Soldaten befreit. (© Foto: Getty)
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Einer der beiden Männer sei dabei schwer, der andere leicht verletzt worden, sagte der italienische Verteidigungsminister Arturo Parisi in Rom. Aus der italienischen Botschaft in Kabul hieß es, der Schwerverletzte schwebe in Lebensgefahr. Ersten Angaben zufolge wurden fünf Entführer getötet.
Die beiden Italiener waren am Samstag in der westlichen Provinz Herat in Begleitung ihres Fahrers und ihres Dolmetschers verschwunden. Die beiden Afghanen waren am Sonntagabend in der Provinzhauptstadt Herat wieder aufgetaucht. Sie sollten am Montag vernommen werden.
Suche nach Hintermännern
Ob die Soldaten von den radikal-islamischen Taliban entführt wurden, war zunächst unklar. Rebellensprecher Kari Jussif Ahmadi sagte am Montag, er prüfe, ob Kämpfer der Taliban die Männer entführt hätten.
Der Chef der Kriminalpolizei von Herat, Ali Chan Husseinsada, sagte der Nachrichtenagentur AFP, afghanischen Geheimdiensten zufolge sei ein örtlicher Taliban-Kommandeur namens Mollah Abdul Hamid für die Verschleppung der beiden Soldaten verantwortlich.
Laut Verteidigungsminister Parisi soll es sich bei den Entführern um eine "unabhängige Gruppe" handeln. Diese Information müsse aber überprüft werden.
Italien beteiligt sich mit rund 2000 Soldaten an der Nato-geführten Afghanistan-Stabilisierungstruppe Isaf. Die Italiener sind in Kabul und im als vergleichsweise ruhig geltenden Westen stationiert.
Bereits mehrere Italiener entführt
In Afghanistan waren zuvor bereits mehrere Italiener entführt worden. Der Journalist Daniele Mastrogiacomo wurde im März drei Wochen festgehalten. Er kam auf freien Fuß, nachdem die afghanische Regierung fünf inhaftierte Taliban freigelassen hatte. Seine beiden afghanischen Begleiter wurden geköpft.
Der Fotograf Gabriele Torsello wurde im Oktober vergangenen Jahres verschleppt und ebenfalls nach drei Wochen freigelassen. Die Entwicklungshelferin Clementina Cantoni blieb im Mai 2005 in Kabul 24 Tage in der Gewalt von Geiselnehmern.
(AFP/dpa)
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Ob sich da nun jemand abschrecken laesst oder nicht - ich finde so eine Loesung immer noch viel besser als Loesegeld zu zahlen [fuer mich bitte auch keins, danke!].
..haette ich der ISAF fast nicht zugetraut! Hut ab vor unseren italienischen Freunden!
Ich glaube schon, dass die Entfuehrungen eher zunehmen, wenn Loesegeld bezahlt wird und eher abnehmen, wenn Entfuehrer erschossen werden.
afghanischer Lehnssöldner oder Banditen zu schliessen ist einfach komplett daneben.
Durch solche Aktionen wird nie und nimmer irgendjemand dort abgeschreckt, wetten!
Das gilt ja auch hier für die Todesstrafe. Kein wirklicher Straftäter lässt sich durch die Todesstrafe von seinem ureigensten Trieb abhalten. Alles Humbug.
Dass allerdings Entführte, wann immer machbar, befreit werden sollten, das ist o.k. Wird jedoch, wie gesagt, zukünftige Entführungen um kein Yota mindern.
Und wenn dann auch noch immer ein paar dieser Verbrecher ihr Leben lassen, dann dürfte das noch ein wenig mehr zur Abschreckung und/oder Wiederholung dienen.