Nach sieben Jahren Haft sind 17 muslimische Chinesen auf Anordnung eines US-Bundesgerichts aus dem Gefangenenlager Guantanamo freigelassen worden. Zudem dürfen sie in die USA einreisen.

Ein US-Bundesgericht hat die Freilassung von 17 chinesischen Muslimen aus dem Militärgefängnis Guantanamo und deren Überstellung in die USA angeordnet.

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Blick hinter Gittern: Das Gefangenenlager Guantanamo. (© Foto: AP)

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Der Beschluss bedeutet eine weitere Schlappe für Präsident George W. Bush, dessen Regierung argumentierte, Bundesgerichte könnten nicht über die Freilassung von Gefangenen auf US-amerikanischen Boden verfügen.

Es gebe keine Beweise, dass die Chinesen sogenannte "feindliche Kämpfer" gewesen seien oder ein Sicherheitsrisiko darstellten, erklärte Richter Ricardo Urbina.

Die 17 Männer gehören der ethnischen Minderheit der Uiguren in China an. Sie wurden fast sieben Jahre in Guantanamo gefangen gehalten.

Mit der Entscheidung würden zum ersten Mal Freigelassene vom US-Militärgefängnis auf Kuba auf das Staatsgebiet der USA gebracht, teilten Anwälte mit.

Die Uiguren lebten in einem Lager in Afghanistan, als die USA mit der Bombardierung des Landes im Oktober 2001 begannen. Nach der Flucht in die Berge wurden sie von pakistanischen Sicherheitskräften festgenommen und den US-Truppen übergeben.

Die US-Regierung erklärte, die Männer seien weiterhin in dem Gefängnis untergebracht gewesen, obwohl kein Verdacht mehr gegen sie vorlag, da kein Land sie habe aufnehmen wollen.

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(Reuters/ssc)