Trotz der Waffenruhe hat Israels Luftwaffe erneut den Gaza-Streifen angegriffen. Ziel war laut Zeugen ein Schmugglertunnel. Deutlich wurde ein UN-Diplomat vor dem Sicherheitsrat.
Israel hat nach Angaben von Augenzeugen entlang der Grenze zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten Tunnelanlagen aus der Luft angegriffen. Die Aktion habe sich am frühen Mittwochmorgen ereignet, sagten Bewohner der Stadt Rafah sowie Sicherheitskräfte der radikal-islamischen Hamas. Wie die israelische Zeitung Haaretz unter Berufung auf Hamas-Mitglieder berichtete, rannten Einwohner von Rafah in Panik aus ihren Häusern. Ein Flugzeug habe dreimal angegriffen.
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Ein Palästinenser in einem der vielen Schmugglertunnel zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen. (© Foto: dpa)
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Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Eine Sprecherin der israelischen Armee sagte, sie prüfe den Bericht. Durch die Tunnel sollen unter anderem Waffen in den Gaza-Streifen geschmuggelt werden.
Der scheidende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hatte am Dienstagabend eine weitere Reaktion Israels angekündigt. Olmert sagte nach israelischen Medienberichten, ein Raketenangriff der Luftwaffe bei Chan Junis sei zunächst nur eine "operative Reaktion" gewesen.
Die nach der dreiwöchigen israelischen Offensive im Gaza-Streifen erst kürzlich beschlossene Waffenruhe erwies sich damit einmal mehr als brüchig. Bereits am Dienstag war es zu Zwischenfällen gekommen, bei denen ein israelischer Soldat und ein Palästinenser starben. Zuvor war an der Grenze zum Gaza-Streifen ein israelischer Soldat getötet worden. Dies war der erste Zwischenfall seit Beginn einer Waffenruhe vor eineinhalb Wochen, die sowohl Israel als auch die Hamas einseitig erklärt hatten.
Dringende Appelle an den UN-Sicherheitsrat
Der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, Untergeneralsekretär John Holmes, verglich den Gaza-Streifen nach den israelischen Angriffen mit einem "riesigen Freilicht-Gefängnis ohne Normalität und Menschenwürde". Holmes berichtete dem UN-Sicherheitsrat über seine Eindrücke bei einem Besuch in dem Gebiet in der vergangenen Woche.
Demnach brauchen die Palästinenser "massive humanitäre Hilfe" zum Überleben und zum Wiederaufbau ihrer Wohnhäuser. "90 Prozent der 1,3 Millionen Menschen im Gaza-Streifen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen", sagte Holmes.
Er appellierte an den Sicherheitsrat, mit dafür zu sorgen, dass alle Grenzübergänge zwischen Israel und dem Gaza-Streifen geöffnet werden, damit die angemessene Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden könne.
Derzeit könnten durch die Beschränkungen der Israelis lediglich 120 Lastwagen mit Hilfsgütern pro Tag in das zerstörte Gebiet. Gebraucht würden aber wenigstens 500 Ladungen pro Tag, erklärte der Nothilfekoordinator dem höchsten UN-Gremium. Seinen Angaben nach häuften sich in Ägypten bereits Hilfsmittel an, die im Gaza-Streifen dringend benötigt werden.
Die Leiterin des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNWRA), Karen AbuZayd, forderte die Untersuchung von Verstößen gegen internationales Recht, einschließlich der israelischen Angriffe auf UN-Einrichtungen im Gaza-Streifen. Außer humanitärer Hilfe sei auch Unterstützung im politischen Bereich erforderlich. Sie appellierte an den Sicherheitsrat, "einen Teil der Last zu schultern, damit wieder Normalität im Gaza-Streifen eintreten kann".
(AFP/Reuters/dpa/mati/gal)
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Darf Israel noch weiter existieren?
Schon mal die Propaganda der Hamas gehört, für Kinder?
Habe eine nette Zusammenstellung in meinem GB gepostet.
Und für Frauen ist auch was dabei.
Danke für den Link vom 28.01.2009 18:06:25. Leider werden uns von unserer Presse solche Bilder vorenthalten. Vom Fernsehen natürlich auch. Aber da könnte ja auch jemandem schlecht werden.
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