Israel will das von der Hamas kontrollierte Gebiet wirtschaftlich komplett abriegeln. Zudem sollen Panzer der israelischen Armee angeblich in den Gaza-Streifen eingedrungen sein.

Israel plant nach offiziellen Angaben ein Wirtschaftsembargo für den Gaza-Streifen: Die Maßnahme solle unter anderem verhindern, dass palästinensische Steuereinnahmen an die radikal-islamische Hamas gingen, wie hochrangige Vertreter Israels sagten. Es werde aber auch darüber nachgedacht, internationale Überweisungen an einzelne Privatleute im Gaza-Streifen zu verbieten.

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Nach Berichten von Augenzeugen sind israelische Panzer in den Gaza-Streifen eingedrungen. Wie es weiter hieß, fuhren die Panzer am Grenzübergang Erez in das palästinensische Gebiet, in dem die radikalislamische Hamas die Kontrolle übernommen hat. Die israelische Armee wollte den Einsatz zunächst nicht kommentieren.

Unterdessen nahm der ehemalige israelische Ministerpräsident Ehud Barak seine Amtsgeschäfte als neuer Verteidigungsminister auf. Im Verteidigungsministerium in Tel Aviv fand eine militärische Übergabezeremonie in Anwesenheit seines Vorgängers Amir Perez statt, wie israelische Medien berichteten.

Perez war nach dem Libanon-Krieg vom vergangenen Sommer in die Kritik geraten. Barak war am Montagabend vereidigt worden. Nach Aufnahme seiner Amtsgeschäfte begann er erste Beratungen über das weitere Vorgehen Israels angesichts der jüngsten Ereignisse im Gaza-Streifen.

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert trifft heute in Washington mit US-Präsident George W. Bush. Im Mittelpunkt der Gespräche dürfte die Unterstützung der gemäßigten Notstandsregierung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und das weitere Vorgehen im Gaza-Streifen stehen.

Nach Israel und der EU hatten sich am Montagabend auch die USA zur Wiederaufnahme direkter Finanzhilfen für die gemäßigten Palästinenser bereit erklärt.

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(dpa/Reuters)