Einen Tag nach der israelischen Attacke auf einen Hilfskonvoi wollen die Vereinten Nationen ihre Tätigkeit im Gaza-Streifen wieder aufnehmen. Israel habe den Vorfall "zutiefst bedauert".

Die im Gazastreifen tätigen UN-Organisationen nehmen ihre nach dem israelischen Angriff auf einen Hilfskonvoi eingestellten Aktivitäten wieder auf.

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Die Weltorganisation habe von Israel "glaubwürdige Zusicherungen" erhalten, dass ihre humanitären Einsätze von den israelischen Streitkräften in vollem Umfang respektiert würden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung des UN-Sonderkoordinators für den Nahost-Friedensprozess, Robert Serry, und der Generalkommissarin des UN-Hilfswerks UNRWA, Karen Abuzayd, die am Freitagabend veröffentlicht wurde.

Am Vortag hatten israelische Soldaten einen mit dem Militär koordinierten UNRWA-Konvoi beschossen. Dabei waren zwei Mitarbeiter des Hilfswerks getötet worden, worauf die Weltorganisation eine zeitweilige Einstellung der Aktivitäten ihrer Mitarbeiter im Gazastreifen verfügt hatte.

Lebensmittel dringend notwendig

Serry und Abuzayd hätten am Freitag "hochrangige Gespräche" im israelischen Verteidigungsministerium in Tel Aviv geführt, hieß es in der Erklärung. Dabei seien sie auch darüber informiert worden, dass Israel den Zwischenfall "zutiefst bedauert". Er reflektiere nicht die israelische Politik, sei ihnen versichert worden.

Laut dem UN-Welternährungsprogramm WFP brauchen 80 Prozent der Bewohner in dem Kriegsgebiet dringend Lebensmittelhilfen. Es werde zunehmend schwieriger auf den Märkten im Gazastreifen Nahrungsmittel zu finden. Bäckereien gehe das Mehl zum Brotbacken aus, den Mühlen das Getreide zum mahlen.

Zudem hätten die Menschen Angst ihre Häuser zu verlassen. Daher müsse Israel das Gebiet einfacher zugänglich machen für Hilfslieferungen, erklärte die UN-Organisation.

Bei den seit mehr als zwei Wochen anhaltenden Kämpfen zwischen der israelischen Armee und der radikal-islamischen Hamas sind mehr als 700 Menschen getötet worden. Israel hat die Offensive mit den anhaltenden Raketenagriffe der Islamisten begründet.

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(dpa/Reuters/cag)