Die Auseinandersetzungen um die Mohammed-Karikaturen eskalieren weiter: Nachdem auch deutsche Zeitungen die Karikaturen veröffentlicht haben, wurde die deutsche Vertretung in Gaza angegriffen.

Mehrere hundert wütende Palästinenser haben wegen der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in der Stadt Gaza die deutsche Vertretung attackiert.

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Das Büro war jedoch zur Zeit des Angriffs geschlossen. Augenzeugen berichteten, junge Männer und Schüler hätten das Gebäude mit Steinen beworfen und Mobiliar außerhalb des Büros verwüstet. Die Randalierer sagten, sie wollten gegen eine Beleidigung des Propheten Mohammed protestieren, nachdem die Karikaturen auch in deutschen Zeitungen veröffentlicht wurden.

Den Berichten zufolge wurden die für die Sicherung des Gebäudes zuständigen palästinensischen Polizisten zunächst nicht Herr der Lage. Es sei dann Verstärkung der Polizei eingetroffen, die die Protestierer abgedrängt habe. Auf das Gelände der Vertretung selbst seien etwa zwei Dutzend Demonstranten vergedrungen.

Auch das Büro der Europäischen Union in Gaza wurde mit Steinen beworfen. Dabei erlitten zwei palästinensische Polizisten Verletzungen. Mehrere Fensterscheiben gingen zu Bruch. Einige Palästinenser drangen in das Gebäude ein, wurden aber von der Polizei vertrieben. Die Einsatzkräfte lösten die Demonstration auf.

Das EU-Büro ist seit Donnerstag aus Sicherheitsgründen geschlossen; radikale Moslems hatten das Gebäude aus Protest belagert.

Die EU-Kommission nannte die Angriffe bedauerlich. Schließlich arbeiteten die Europäer für eine Verbesserung des Lebens der Palästinenser, hieß es in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung.

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(dpa)