G-7-Treffen auf Schloss Elmau:Das war der Gipfel

Bier mit Barack, schwitzende Staats- und Regierungschefs, eine raumgreifende Kanzlerin und ein Krake im Platzregen: Impressionen vom G-7-Gipfel in Elmau.

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(Foto: AP)

Auf ein Bier mit dem Barack: Der US-Präsident trank mit Einheimischen, dazu gab es Brezn und Weißwurst. Ob er wirklich ein alkoholisches Weißbier trank, fragten sich die Beobachter. Inzwischen ist das Rätsel gelöst (hier mehr dazu). Und der Landwirt links von Obama wieder bei seinen Kühen (hier ein Interview mit dem Bauern).

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(Foto: AP)

Kleiner Coup von Greenpeace: Am frühen Montagmorgen projizierten Aktivisten der Umweltschutzorganisation eine Botschaft an die Mächtigen an den Waxenstein: "G7 - 100 Prozent erneuerbare Energien". Bei den Gesprächen gab es offenkundig tatsächlich Fortschritte im Bereich Klimaschutz.

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(Foto: dpa)

Horst Seehofer darf in Elmau nicht mit am Tisch der Mächtigen sitzen. Seine Rolle: Mister Welcomedahoam, sprich: der bajuwarische Grüßonkel, der am Flughafen München die Staatsgäste wie den britischen Premier David Cameron empfängt. Der Ober-Bayer kompensiert das mit Eigenlob, preist die "bayerische Perfektion" und attestiert sich und seinem Land allerklarste Kompetenzkompetenz: "Wir können Gipfel."

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(Foto: AP)

Nichts sagen, nichts hören, nichts sehen: Anti-G-7-Demonstranten in Garmisch-Partenkirchen ahmen das Sinnbild von den drei Affen nach. Es steht für mangelnde Zivilcourage und das bewusste Ausblenden von Problemen.

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(Foto: AP)

Das nennt man wohl Leadership: Die Bundeskanzlerin erklimmt mit ihren G-7-Kollegen die hölzerne Bühne, die in einer Wiese vor Schloss Elmau für das Gruppenfoto errrichtet ist. Wenige Momente später winken die Herren den Fotografen entgegen, nur Angela Merkel lässt die Arme unten: Sie verharrt in ihrer Lieblingshaltung und formt mit den Händen eine Raute.

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(Foto: dpa)

Farbenfroh und phantasievoll protestierten die Gipfel-Kritiker, doch nach der ersten großen Demo kam das große Unwetter - Platzregen prasselte auf die Aktivisten und diesen gebastelten Kraken mit Totenschädel.

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(Foto: REUTERS)

Jean-Claude Juncker wäre als Premier des kleinen Großherzogtums Luxemburg nicht auf ein G-7-Treffen gekommen. Doch inzwischen ist er EU-Kommissionschef und sorgt mit seinem Auftritt (hier mit dem polnischen Regierungschef und EU-Ratspräsident Donald Tusk, re.) für die Schlagzeile des ersten Gipfelabends: Juncker bezichtigt den griechischen Premier Alexis Tsipras, das Parlament in Athen bewusst falsch zu informieren.

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(Foto: AFP)

Wenn Staatenlenker schwitzen: Zuerst brennt die Sonne über dem Werdenfelser Land herab, dann folgen Starkregen und Gewitter. Das schwüle Klima sorgt dafür, dass die Kanzlerin ihr Jäckchen wechselt - und manch männlicher Kollege (wie Jean-Claude Juncker) die rosa Krawatte ablegt.

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(Foto: AP)

Barack Obama macht es sich auf einer Bank gemütlich und wartet auf die anderen Politiker für ein weiteres Gruppenfoto, während die Kanzlerin gestikulierend vor ihm steht. So, als ob sie ihm die Welt erklärt. Die Aufnahme avanciert schnell zum Internet-Hit.

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(Foto: dpa)

Nicht nur die üblichen Kritiker haben etwas am Gipfel und seinen Begleiterscheinungen auszusetzen: Selbst Anwohner aus benachbarten Landkreisen fühlen sich durch die massive Polizeipräsenz und die andauernden Kontrollen gestört, in München ärgern sich nicht wenige über gesperrte Straßen und das ständige Hubschraubergedröhne in der Luft. Und dazu die Kosten von 150 Millionen Euro für "ein Marionettentheater", wie Globalisierungskritiker Jean Ziegler sagt.

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(Foto: dpa)

Demonstranten beim Sternmarsch von Garmisch-Partenkirchen in Richtung Elmau. Die G-7-Kritiker versuchen sich an einer neuen Taktik. Doch Tausende Polizisten zu beschäftigen, das ist gar nicht so einfach (hier eine Reportage).

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(Foto: dpa)

Gesicherter Weg: Eine mobile Panzerglaswand auf dem Balkon vor dem Konferenzraum auf Schloss Elmau. Tausende Polizisten bewachen den Sicherheitsring um das Hotel. Er ist 16 Kilometer lang, davon sind sieben Kilometer Zaun, neun Kilometer Felsen. Hier eine Reportage über den Knochenjob der Polizisten.

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(Foto: dpa)

Das Protestlager der G-7-Gegner in Garmisch-Partenkirchen. Es sind weniger Demonstranten gekommen als gedacht. Die meisten Campbewohner sind schon vor der Abschlusskundgebung abgereist. Die Initiatoren sind trotzdem zufrieden: "Wir haben deutlich gemacht, dass viele Menschen gegen dieses Treffen sind", sagt "Stop G7 Elmau"-Sprecher Georg Ismael und freut sich über die Unterstützung vieler Einheimischer.

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(Foto: dpa)

Erweiterte Runde: Am zweiten Gipfel-Tag findet die sogenannte Outreach-Konferenz in Elmau statt. Mit am Tisch sitzen Staats- und Regierungschefs afrikanischer und arabischer Staaten und Vertreter internationaler Organisationen.

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(Foto: dpa)

Garmisch-Partenkirchen stellte sich darauf ein, dass es ernsthaft Radau gibt mit Gipfelgegnern. Teilweise schlossen Geschäfte, andere verbarrikadierten sich regelrecht. Alles umsonst: Bis auf ein paar kleinere Scharmützel zwischen Protestlern und Polizei bleibt es friedlich.

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