Die G 8 ist ein westlicher Klub, der die ökonomische Dynamik des 21. Jahrhunderts nicht mehr abbildet. Was also kann man vom kommenden Gipfelzirkus erwarten?
Wer sich da an diesem Montag genau trifft auf der japanischen Insel Hokkaido ist längst nicht mehr klar. Die G-8-Staaten sollen es sein, die Gruppe der wichtigsten acht Industrienationen also. Aber was auf dem Etikett draufsteht, ist nicht mehr zu finden in dem Paket.
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Nichtregierungsorganisationen wie Oxfam halten den G 8 vor, nur leere Versprechen abzugeben. (© Foto: Reuters)
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Gemessen am Bruttosozialprodukt, gehören Kanada oder Russland nicht zu den ersten acht, wohl aber Spanien und China. Russland ist Mitglied im Klub, weil man sich Ende der neunziger Jahre einig war, dass Moskaus Phantomschmerz über den Verlust des Supermacht-Status gemildert werden musste mit der großzügigen Aufnahme in den exklusiven Zirkel.
Was aber sind schon Phantomschmerzen, gemessen an den Wachstumskrämpfen, die Staaten wie Brasilien, China oder Indien erleben? Nebenbei alles Länder, die unter den ersten zehn der Bevölkerungsstatistik stehen und die über große Währungsreserven verfügen. Wo bleiben Korea oder Australien, das wichtige Kohle- und Eisenerzreserven besitzt? Was ist mit Mexiko, Südafrika, Kenia - alles bedeutende Regionalmächte mit dem einen oder anderen statistischen Superlativ, und sei es der höchste Pro-Kopf-Ausstoß an Kohlendioxiden?
Auf Hokkaido soll es all diesen Ländern recht gemacht werden, ohne dass man aber ihre Probleme löst. Offiziell treffen sich die Acht, aber nicht wenige Stunden verbringen die Staats- und Regierungschefs in neuen Konstellationen, von denen bisher höchstens das außenpolitische Fachpersonal Kenntnis genommen hat: In der "Outreach-Gruppe" versammeln sich sieben afrikanische Staaten mit ihnen.
Die "G-8 plus 5" platziert zusätzlich die Führungen Brasiliens, Chinas, Indiens, Mexikos und Südafrikas am Tisch. Und das "Major Economics Leaders Meeting" vergibt schließlich noch Eintrittskarten an Australien und Südkorea. Die japanischen Kulissenschieber werden allerhand zu tun bekommen bis Mittwoch.
Was als Skurrilität des Gipfelzirkus erscheint, ist in Wahrheit Ausdruck großer Ratlosigkeit. Die Welt hat die Foren nicht, in denen sie die Probleme des 21. Jahrhunderts lösen kann. Die internationalen Institutionen erweisen sich mehr und mehr als untauglich, um sich der globalen Sorgen anzunehmen. Ob Klima, Energieversorgung, Nahrungsmittel oder drängende Handelsfragen - nirgendwo lässt sich eines der Globalisierungs-Großthemen festmachen und mit Legitimität und Effizienz lösen.
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Stockender Kita-Ausbau
..der Autor schreibt, das sich nach einer vernünftigen Erweiterung "der Gipfelzirkus wieder seiner eigentlichen Arbeit" zuwenden könne. Was aber, ist die eigentliche Arbeit dieses selbsternannten Klubs. Dieses Gremium ist weder fähig noch Willens irgendwelche bindenden Beschlüsse zu fassen. Selbst gemeinsame Beschlüsse werden in der Regel von Partikularinteressen torpediert. Und damit sind nicht einmal solch sinnlose und höchst gefährliche Dinge wie der Atomunsinn gemeint... Wer wirklich die globalen Probleme erfassen will sollte sich die Vielfalt der NGOs und der Globalisierungskritiker anschauen, dann bekommt er ein ungefähres Bild davon, wie es um die Zustände auf diesem Planeten bestellt ist. Der Elfenbeinturm der Herren (und der Dame) vom G8 ist nur eine Weltregierungsattrappe, keine Problemlösungsstrategien und keine Möglichkeit der Umsetzung.
Offensichtlich ist Herr Kornelius über die Wirtschaftskraft der einzelnen Staaten schlecht informiert bzw. arbeitet mit überholten Statistiken. Zieht man die Angaben der Weltbank zum `BIP unter Berücksichtigung der Kaufkraft heran, so gehören China und Indien unbedingt in die G8, allerdings ebenso auch Russland. Italien, und Kanada definitiv nicht. Wie kommt der Autor darauf, daß Spaniens Wirtschaftskraft größer ist als Russlands?
Insbesondere unter Berücksichtigung seines großen Wirtschaftswachstums von durchschnittlich 7% in den letzen Jahren (2008 ca. 7,5%) gehört Russland definitiv in die G8.
Dieser Artikel lässt auf eine schlechte Recherche des Autors schließen.
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