Wer gehofft hatte, der G-8-Gipfel im japanischen Toyako würde große Fortschritte beim Klimaschutz bringen, dürfte enttäuscht sein. Aber immerhin gab es kleine Erfolge.
Auf Japans Nordinsel Hokkaido ist an diesem Mittwoch der G8-Gipfel zu Ende gegangen. Ein Klimagipfel, der keinen großen Durchbruch brachte - aber eine deutliche Weiterentwicklung im Klimaschutz.
Gruppenbild in Toyako: Die Teilnehmer des G-8-Gipfels (© Foto: dpa)
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Die G-8-Länder haben sich erstmals verpflichtet, die Treibhausgase bis 2050 um mindestens 50 Prozent zu reduzieren. In Heiligendamm vor einem Jahr war das noch eine bloße Absichtserklärung.
Außerdem soll sich jedes G-8-Land mittelfristige Reduktionsziele auferlegen; diese werden bei der UN-Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen festgeschrieben. Die weiteren Erklärungen - unter anderem zur Weltwirtschaft, zur Ernährungskrise, zur Entwicklung Afrikas und zu Simbabwe - rückten in den Hintergrund.
Bis vor kurzem hatten die USA sich geweigert, sich auf Reduktionsziele festzulegen, die nicht auch für China und Indien gelten. Dazu waren die Schwellenländer nicht bereit. Die reichen Industrieländer seien für den größten Teil der Treibhausgase in der Atmosphäre verantwortlich - also hätten sie auch vorauszugehen, so die Argumentation. Um einen ersten Schritt haben sie das bei diesem Gipfel getan, zumal es in ihrer Erklärung heißt, sie würden anerkennen, dass sie mehr zu leisten hätten als die ärmeren Staaten.
Den Schwellenländern war dieser Schritt der Industrieländer aber nicht genug. Nur Indonesien und Südkorea haben am Mittwoch beim MEM, dem Treffen der G-8-Chefs mit jenen der übrigen größten CO2-Produzenten, angekündigt, sie würden sich auf ein langfristiges Ziel der CO2-Reduktion festlegen.
Indiens Premier Manmohan Singh verlangte mehr Führung von den G-8-Ländern. Auch China steht vorerst abseits. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete dies gleichwohl als "klaren Fortschritt gegenüber Heiligendamm", sagte aber: "Damit verschweige ich nicht, dass es bis zum Abschluss eines Abkommens in Kopenhagen 2009 noch viele harte Verhandlungen geben wird."
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(sueddeutsche.de/ihe/vw)
Stockender Kita-Ausbau
Es ist doch immer dasselbe. Die Anarchie im System verhindert, dass langfristig Ziele umgesetzt werden. Verbindlichkeiten gibt es in diesen Sphären gibt es nicht. Nachher redet man sich wieder mit innenpolitischen Sachzwängen heraus...