Die Staats- und Regierungschef der G-8-Staaten feiern sich selbst. Obwohl die Treibgase jetzt erst 2050 halbiert werden sollen, spricht Kanzlerin Merkel von einem "Riesenerfolg".
Die G8-Staaten haben laut Angela Merkel (CDU) nach harten Verhandlungen einen Durchbruch beim Klimaschutz erzielt. Die G8-Staaten hätten sich dazu verpflichtet, die Beschlüsse der EU zur Halbierung der Emissionen bis 2050 "ernsthaft in Betracht" zu ziehen. Dies sei ein klares Bekenntnis zur zentralen Rolle des UN-Klimaprozesses, betonte Merkel. Erstmals hätten auch die USA anerkannt, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht sei.
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Der Kompromiss sei ein starkes Signal für die Klimakonferenz der Vereinten Nationen im Dezember auf Bali. "Viele haben sich bewegt", sagte Merkel. "Der UN-Prozess ist das geeignete Forum für Klimaverhandlungen."
Alle G-8-Staaten haben laut Merkel den Bericht des Weltklimarates über die Auswirkungen des Klimawandels anerkannt. Es sei ferner gelungen, übereinzustimmen, dass verpflichtende Reduktionsziele notwendig seien. Alles solle im Rahmen des UN-Prozesses stattfinden, und zwar nicht irgendwann, sondern mit einem klaren Beginn auf der Umweltkonferenz von Bali Ende dieses Jahres, sagte Merkel im Interview mit mehreren Fernsehsendern.
"Die Umweltminister haben jetzt den Weg frei, um mit Verhandlungen beginnen zu können", mit einem klaren Ende, nämlich 2009. Dann gebe es eine Nachfolgeregelung für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll.
Vor allem US-Präsident George W. Bush hatte sich gegen konkrete Zielvorgaben im Abschlussdokument des Gipfels gesperrt. Unterstützung erhielt Merkel in Heiligendamm vor allem aus Frankreich, Großbritannien und Italien.
Die Europäer drängten Bush in den Verhandlungen, konkreten Zielen zur Reduzierung von Treibhausgasen zuzustimmen. Bush erklärte sich bereit, an einem Kyoto-Nachfolgeabkommen für die Zeit ab 2012 im Rahmen der Vereinten Nationen mitzuwirken. Der US-Präsident hatte vergangene Woche vorgeschlagen, die 15 größten Produzenten von Treibhausgasen - darunter China und Indien - sollten bis Ende kommenden Jahres gemeinsame Ziele vereinbaren.
Merkel sagte vor Journalisten, dass die größten CO2-Produzenten einen Beitrag bis 2008 zum UN-Prozess leisten sollen. Damit gehe die amerikanische Initiative im Prozess der Vereinten Nationen auf. Alle inklusive der USA hätten den Bericht des Weltklimarates als Grundlage für das weitere Vorgehen anerkannt. Damit werde auch ein Bezug zur Begrenzung der Erderwärmung hergestellt.
Die Vereinbarung des Gipfels sei ein Bekenntnis der gemeinsamen aber unterschiedlichen Verantwortung. Damit würden die Schwellenländer einbezogen, die Industrieländer übernehmen aber eine führende Rolle.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigte sich dagegen enttäuscht: "Das ist absolut zu wenig." Verbindliche Ergebnisse hätten festgeschrieben werden müssen. Alles andere ist kein Erfolg, sondern ein Aufschieben der Probleme in die Zukunft." Die 50-Prozent-Reduktion hätte ebenso verbindlich festgeschrieben werden müssen wie unter anderem ein Stopp der Abholzung von Regenwäldern bis 2010.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/Reuters/AP/sueddeutsche.de)
Jetzt können wir in aller Ruhe die neuen Kohlekraftwerke anschmeißen !
fragen ihn seine Kinder: "Na wie wars auf dem Gipfel?"
"Na toll, wir hatten eine super Stimmung, das Essen war klasse, das Wetter war toll und wir haben viel gelacht. Der Putin der kennt vielleicht Witze. Bis dann die Merkel plötzlich alles versaut hat. Fängt die doch mit der Klimakatastrophe an. der Buch war vielleicht sauer, er hatte gerade angefangen einen Islamistwitz zu erzählen."
"Ja, und dann?"
"Dann hatte er Japaner eine Idee. Wir halbieren die Emmissionen bis zu Jahr 2050. Und das geht so: Wenn wir heute irgendwo sagen wir mal eine Million Tonnen Dreck in die Umwelt blasen, dann werden wir im Jahre 2050 zwei Millionen Tonnen verbraten."
"Ja, aber das ist doch eine Verdoppelung???"
"Nein, das ist ja der Trick, bis gestern hatten wir ja vier Millionen geplant."
Fortsetzung folgt
Unter Treibgasen versteht z.B. man das Druckmittel in Spraydosen- vormals FCKW (Flour-Chlor-Kohlenwasserstoffe) jetzt meist Buttan. FCKW gilt als ozonzerstörend in oberen Luftschichten. AlsTreibhausgase gelten CO2 und CH4 (Methan), sie verändern die optischen Eigenschaften der Erdathmosphäre, so das Infrarotstrahlung schlechter ins All entweichen kann, und so zur Erderwärmung (Treibhauseffekt) führt.
Ich nehme mal an, daß im Aufmacher des Artikels redaktionel geschlammpt wurde, denn jetzt Treibgase als Treibhausgase zu verkaufen, wäre selbst für Fr. Merkel ein zu billiger Trick...
Geredet wurde schon oft. Zum Beispiel 1992 in Rio oder 1997 in Kyoto. Immer ging es auch darum die dringend notwendigen Maßnahmen in Kompromissen so abzuschwächen, dass sie in der gerade stattfindenden Legislaturperiode keine schmerzhaften Aktivitäten erfordern. In den Nachfolgekonferenzen ging es dann darum einen Kompromiss vom Kompromiss auszuhandeln um sich erneut bis zur nächsten Wahl vor konkreten Maßnahmen zu retten.
Wenn jetzt wieder geredet und verhandelt werden soll, dann doch nur um erneut Zeit zu gewinnen. Bush will vor allem eins: keine Unangenehmen Entscheidungen bis Ende 2008. Das darf dann sein Nachfolger machen. Bush hat sich damit selbst zur "Lame Duck" erklärt und lässt seine Amtszeit von nun an langsam austrudeln. Traurig, dass alle anderen mitmachen und das Ganze auch noch als Erfolg feiern wollen.
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