In der nächsten Woche beginnt in Heiligendamm der G-8-Gipfel. Mit dabei: George Bush, Wladimir Putin und Angela Merkel. Doch die wichtigsten Teilnehmer bleiben namenlos. Über die stille Macht der Dolmetscher.
Dolmetscher sind unsichtbar. Das glaubt man jedenfalls, wenn Annelie Lehnhardt, ein Vierteljahrhundert lang die Spanisch-Dolmetscherin der deutschen Bundeskanzler, über die persönlichen Begegnungen von Staatschefs spricht. Auf die Frage, warum die Dolmetscher bei diesen Zweiertreffen keine Gesprächsprotokolle anfertigen, antwortet sie: "Ich nehme an, das liegt daran, dass es eben wirkliche Vier-Augen-Gespräche sind, deren Inhalt allenfalls an die engsten Mitarbeiter weitergegeben wird."
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Job-Motor für Dolmetscher: Der G-8-Gipfel in Heiligendamm. (© Foto: SZ-Magazin)
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Sie zögert kurz, als würde sie den gerade ausgesprochenen Worten hinterherhorchen, und ergänzt: "Na ja und wir zählen natürlich nicht."
Die Ungerührtheit, mit der sie den Satz ausspricht, verrät viel über das Selbstverständnis dieses Berufsstands. Dolmetscher werden als Augenpaar im Raum nicht mitgerechnet und als reine Durchgangsstation der Wörter angesehen.
"Wir sind das Schmieröl, das den Motor am Laufen hält", sagte ein EU-Dolmetscher in einem Zeitungsinterview einmal; von dem langjährigen Russisch-Dolmetscher der US-Regierung Bill Hopkins stammt die Aussage: "Ich bin eine Leitung, sonst nichts." Diese technischen Vergleiche haben ihren Grund. Denn Dolmetscher nehmen in den Gesprächen, die sie übersetzen, nicht die Position eines beteiligten Subjekts ein, sondern eher die eines reibungslos funktionierenden Mediums.
Veranstaltungen wie etwa internationale politische Konferenzen wären ohne Dolmetscher nicht denkbar. In der Berichterstattung der Medien, die an Nachrichten, nicht aber an der komplexen Frage nach deren Zustandekommen interessiert sind, tauchen diese diskretesten Akteure des Politikbetriebs nicht auf; jeder Zeitungsartikel, jeder Fernsehbeitrag über internationale Politik tut aufs Neue so, als spielten Sprachunterschiede keine Rolle, als würden die Reden und Papiere, die Debatten und Verlautbarungen von allen Anwesenden unmittelbar verstanden und kommentiert.
Übersetzen im "Flüster"-Modus
In Wirklichkeit gehört zuverlässige Dolmetscharbeit zu den zentralen Bedingungen der Weltpolitik, wie man gerade jetzt, im Vorfeld des G-8-Gipfeltreffens in Heiligendamm vom 6. bis 8. Juni, wieder sehen kann.
Annelie Lehnhardt, seit vier Jahren Leiterin des "Dolmetschdienstes" des Auswärtigen Amtes, arbeitet bereits seit Januar an der Organisation der Sprachenvermittlung in Heiligendamm, die nach dem "Muttersprachenprinzip" funktionieren wird. Die Simultandolmetscher in ihren Kabinen übersetzen also aus bis zu fünf Fremdsprachen in ihre Muttersprache.
Die unterschiedlichen Veranstaltungstypen in den knapp zwei Tagen des Gipfeltreffens verlangen auch nach verschiedenen Dolmetschverfahren. Beim Begrüßungsessen für die acht Staatschefs und ihre Ehepartner am Mittwochabend wird, um den intimen Charakter des Abends zu wahren, vor allem im "Flüster"-Modus übersetzt, wie es im Fachjargon heißt; hinter den Politikern sitzen die persönlichen Dolmetscher auf niedrigen Schemeln und sprechen die Worte der Staatschefs ins Ohr ihrer Vorgesetzten.
Die aufwendig berechnete Sitzordnung an diesem Abend richtet sich neben protokollarischen Gesichtspunkten danach, wer von den Anwesenden sich auch ohne Übersetzungshilfe verständigen kann; je weiter man voneinander entfernt platziert ist, desto weniger ist man auf einen flüsternden Dolmetscher angewiesen.
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Russland unter Putin
Sehen Sie in Ihrer vom Sandkastenutopismus vernebelten Sicht wirklich keinen Unterschied zwischen Hitler und Coca-Cola, Mussolini und Procter&Gamble, Stalin und Shell, Franco und McDonald´s? Die Opfer dieser Tyrannen könnten Ihnen vielleicht sagen, dass es nicht dasselbe ist, ob man zuerst seiner Würde und dann seines Lebens beraubt wird, oder ob man sein Geld im Konsumtempel los wird. Aber was schreibe ich denn da... Sie wollen offenbar nur provozieren, eigentlich verdient Ihr Kommentar keine Antwort.
Sie finden relevante Informationen zu Ihren Fragen unter http://www.aiic.net/
Die Seite ist mehrsprachig, wie für den Internationalen Verband der Konferenzdolmetscher (a.i.i.c. auf Französisch) nicht anders zu erwarten, vieles auch auf Deutsch.
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Die Frage, die als erste aus dem obigen Artikel hervorgeht, wäre: Was passiert, bzw. ob es schon einmal vorgekommen ist, wenn die Dolmetscher Fehler machen?
Schließlich wird nach den Aussagen des Arikels ihre Arbeit nicht dokumentiert und auch nicht aufgenommen. Ich nehme an, dass sich die Fehlersituationen bereits mehrmals eregnet haben, es sei denn Dolmetscher von Staatschefs lauter Genies sind oder sie haben dank ihren Eltern einige Sorachen als Muttersprache beherrscht.
Dies wäre ganz interessant zu wissen,. was wohl die Vorausssetzungen dafür sind, in so einem Dienst zu sein.
Ich glaube es nicht wirklich, dass sich viele SPrachen so ähneln, wie beispielsweise Portugiesisch und Spanisch, so dass man ungefähr, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit behaupten könnte, man hat die Bedeutung und den SInn des Satzes komplett unverändert übertragen.
ja diese sogenannte prämisse der demokratie werfe ich leichtfertig über bord, weil ich denke, wenn wählen etwas ändern würde, wäre es längst verboten.
ihnen geht es also bessr als damals, glückwunsch, dann sind sie eine ziemlich in ehren ergraute persönlichkeit. und materiell mag dies ja sogar stimmen, aber ich behaupte, es kommt nicht so sehr auf eine kurzfristig materielle sicht an. zumindest sollte es dies nicht . und den unterscheid, ob ich von herrn hitler oder herrn mussolini oder herrn franco oder herrn stalin unterdrückt werde, oder von coca cola, mc donalds, procter & gamble, unilever, shell, etc. müßten sie mir mal erklären. weil ich pseudo-wahlrechte habe?
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nein, ich kenne kein besseres wort für volk, ich echauffiere mich nur über das bestreben unserer sogenannten politiker, dieses wort angestrengt durch bevölkerung zu ersetzen. da müssen sie mich mißverstanden haben.
Paging