Der unauffaellige Aufsteiger

Xi Jinping

Xi Jinping wird wohl im März 2013 Chinas nächster Präsident. Doch was genau er vorhat, lässt sich aus seiner Biografie nicht ablesen. Der 59-Jährige gilt als Pragmatiker, der jenseits einer gewissen Marktfreundlichkeit als Vize-Bürgermeister der Hafenstadt Xiamen, Gouverneur der Provinzen Fujian und Zhejiang oder als kurzzeitiger Parteichef in Shanghai kaum von sich reden machte.

Dass politische Auffälligkeiten noch nie das beste Mittel waren, um in China Erfolg zu haben, wusste allerdings bereits sein Vater: Der ehemalige Vize-Ministerpräsident Xi Zhongxun fiel als Freund eines Mao-Kritikers 1962 in Ungnade, Sohn Xi wurde aufs Land verbannt.

Nach der Rehabilitation half der Vater kräftig beim politischen Aufstieg Xi Jinpings mit, gute Verbindungen zum ehemaligen Präsidenten Jiang Zemin brachten ihn in den engen Führungszirkel der Partei. Sein Ansehen in KP und Volk könnten ihm durchaus helfen, eigene Akzente zu setzen. Angesichts der vielen Probleme des Landes erwarten viele Beobachter allerdings einen eher konservativen Kurs.

Bild: dapd

8. November 2012, 10:09 2012-11-08 10:09:48

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