Der als Temposünder überführte nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Wittke tritt zurück - weil er seiner Vorbildfunktion nicht mehr gerecht werden könne.
Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) tritt von seinem Amt zurück. Das bestätigte das NRW-Verkehrsministerium der Deutschen Presse-Agentur. Der 42-jährige CDU-Politiker hatte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen und Kritik aus den eigenen Reihen gesorgt, weil er in einer geschlossenen Ortschaft viel zu schnell gefahren war.
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Kein Vorbild: NRW-Ministerpräsident Oliver Wittke (CDU). (© Foto: ddp)
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Der CDU-Politiker räumte in Düsseldorf ein Fehlverhalten ein, aufgrund dessen er seiner "als Verkehrsminister zwingend erforderlichen Vorbildfunktion nicht gerecht werden" könne.
Wittke gehörte der Regierung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) seit dem Regierungswechsel 2005 an. Er hatte in den vergangenen Jahren wiederholt mit provokativen Äußerungen für Verärgerung gesorgt. Rüttgers hatte Wittke vor weiteren Eskapaden gewarnt, wollte jedoch ursprünglich an seinem jüngsten Kabinettsmitglied festhalten.
Der CDU-Politiker war schon im vergangenen November im sauerländischen Meschede auf einer privaten Fahrt mit 109 Stundenkilometern statt der erlaubten 50 geblitzt worden und musste seinen Führerschein für acht Wochen abgeben. Rüttgers hatte sich besonders verärgert gezeigt, von dem peinlichen Fehlverhalten seines Ministers erst in der vergangenen Woche aus der Zeitung erfahren zu haben.
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- Oliver Wittke Ein Verkehrsminister gibt Gas 05.02.2009
(dpa/AP/woja/plin)
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viele "öffentliche Personen" beugen das Recht, einige treten von ihren Ämtern zurück und fallen in gut dotierte Hängematten. Die Netze der Seilschaften, egal welcher Richtung, sind eng geknüpft - da hält man zusammen und versorgt sich gegenseitig. I.d.R gilt, je moralintriefender die Fassade, desto schlimmer sieht es in der Realität aus: siehe z.B. Michel Friedman ...................
Immerhin hat der Herr Wittke sein Fehlverhalten eingestanden und ist zurückgetrreten.
Wenn ich daran denke, wer es schon alles vorgezogen hat, statt zurückzutreten sich als gedächtnisschwindsüchtiges Wesen zu präsentieren, hat Herr Wittke durchaus Respekt verdient.
.....wenn man Wahrheiten verbreitet, werden diese mit Rot bewertet. Kann ich etwas dafür dass ich nur Politiker aus der CSU gefunden habe. In Bayern sieht man das halt mit dem Alkohohl nicht so eng, auch wenn es anderen schadet.
Otto Wiesheu, damals CSU-Generalsekretär, rammt 1983 im Suff (1,7 Promille) auf der Autobahn ein Auto. Der Fahrer kommt ums Leben. Wiesheus Karriere geht trotzdem ungeschmälert weiter, von 1993 bis 2005 ist er Bayerischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Technologie.
Der Würzburger Stadtrat und Oberbürgermeister Jürgen Weber (CSU) verliert im Frühjahr 1984 seinen Führerschein wegen Alkohol am Steuer
Im November 1984 muss Ex-Bundesinnenminister Hermann Höcherl den Lappen wegen Alkohol am Steuer abgeben
ebenso der Landtagsabgeordnete Gustav Matschl (CSU)
Der CSU-Vize Landrat von Kelheim Hans Kirzinger verursacht im Dezember 1985 mit 1,23 Promille einen Unfall mit einem Toten
Mit 1,4 Promille Alkohol im Blut baut der ADAC-Ehrenpräsident Franz Stadler (CSU) 1989 einen Unfall mit 40.000 DM Sachschaden
Der Programmdirektor des Bayerischen Rundfunks Wolf Feller (CSU) bringt es 1994 mit 2,36 Promille zu zwei Totalschäden
Der Landrat des Landkreises Lindau/Bodensee Manfred Bernhardt (CSU) gerät 2000 mit 1,8 Promille in eine Alkoholkontrolle
seine taten zeigen, wie die politiker selbst über die gesetze denken, die sie fürs volk erlassen..
in einer wahren demokratie hätte man ihn entalssen müssen und ihm nicht die gelegenheit gegeben, sich mit seinem rücktrittsgefasel als gutmensch darzustellen...
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