Der als Temposünder überführte nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Wittke tritt zurück - weil er seiner Vorbildfunktion nicht mehr gerecht werden könne.

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) tritt von seinem Amt zurück. Das bestätigte das NRW-Verkehrsministerium der Deutschen Presse-Agentur. Der 42-jährige CDU-Politiker hatte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen und Kritik aus den eigenen Reihen gesorgt, weil er in einer geschlossenen Ortschaft viel zu schnell gefahren war.

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Kein Vorbild: NRW-Ministerpräsident Oliver Wittke (CDU). (© Foto: ddp)

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Der CDU-Politiker räumte in Düsseldorf ein Fehlverhalten ein, aufgrund dessen er seiner "als Verkehrsminister zwingend erforderlichen Vorbildfunktion nicht gerecht werden" könne.

Wittke gehörte der Regierung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) seit dem Regierungswechsel 2005 an. Er hatte in den vergangenen Jahren wiederholt mit provokativen Äußerungen für Verärgerung gesorgt. Rüttgers hatte Wittke vor weiteren Eskapaden gewarnt, wollte jedoch ursprünglich an seinem jüngsten Kabinettsmitglied festhalten.

Der CDU-Politiker war schon im vergangenen November im sauerländischen Meschede auf einer privaten Fahrt mit 109 Stundenkilometern statt der erlaubten 50 geblitzt worden und musste seinen Führerschein für acht Wochen abgeben. Rüttgers hatte sich besonders verärgert gezeigt, von dem peinlichen Fehlverhalten seines Ministers erst in der vergangenen Woche aus der Zeitung erfahren zu haben.

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(dpa/AP/woja/plin)