Israel sieht sich laut Außenminister Lieberman nicht an die Annapolis-Beschlüsse über einen eigenständigen Palästinenserstaat gebunden.
Der neue israelische Außenminister Avigdor Lieberman hat am Mittwoch in scharfem Ton die Friedensgespräche mit den Palästinensern kritisiert. "Diejenigen, die denken, mit Konzessionen erhieltensie Anerkennung und Respekt, liegen falsch. Es ist genau umgekehrt, solch eine Politik führt zu Krieg", sagte er.
Umstritten: Außenminister Avigdor Lieberman (© Foto: dpa)
Anzeige
Diejenigen, die Frieden wollten, sollten sich auf Krieg vorbereiten. Lieberman sagte zudem, Israel sei nicht an die Annapolis-Übereinkunft mit dem Ziel der Gründung eines palästinensischen Staates gebunden und ging damit auf Konfrontationskurs zu den USA.
"Keine Gültigkeit"
US-Präsident Barack Obama hatte sich kurz vor seiner Europa-Reise nachdrücklich zum Annapolis-Prozess bekannt. Dagegen erklärte Lieberman, die Vereinbarung von 2007 habe "keine Gültigkeit". Er sei gegen die Verhandlungen, die seine Vorgängerin Tzipi Livni im vergangenen Jahr geführt habe.
Während der Konferenz im November 2007 in Annapolis vereinbarten der damalige israelische Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenser-Präsident Machmud Abbas nach jahrelangem Stillstand Friedensgespräche, um eine Einigung über eine Zweistaaten-Lösung zu erzielen. Netanjahu hatte sich am Dienstag vor seiner Vereidigung im Parlament zwar zum Friedensprozess bekannt, schwieg sich aber zum Punkt der Gründung eines Palästinenser-Staates aus.
In Bezug auf Ägypten sagte Lieberman, er werde "mit Freude" den Nachbarstaat besuchen, erwarte aber auch, dass sein ägyptischer Kollege nach Jerusalem komme. Lieberman hatte Ägypten in der jüngsten Zeit mehrmals mit drastischen Aussagen brüskiert. So wünschte er Staatschef Hosni Mubarak "zum Teufel", weil dieser Israel noch nie offiziell besucht hatte.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 2.4.2009)
Youtube-Hit aus USA
Sie scheinen nicht wahrhaben zu wollen, dass die USA -und selbstverständlich auch Deutschland- nicht nur "am Hindukusch", sondern selbstverständlich auch inmitten -potentieller - islamischer Terroristen verteidigt werden muss, d.h. mit und durch Israel, den 53(?) US-Bundesstaat!
Nur so ist die riesige Finanz-und die Militärhilfe zu erklären, die Israel zum mit weitem Abstand mächtigsten (Atom-) Land inmitten islamischer Habenichtse gemacht hat!
Dabei lasse ich offen, ob, bildlich gesprochen, deshalb inzwischen der Schwanz mit dem Hund oder noch immer der Hund mit dem Schwanz wedelt!
Es ist keine Satire, die Sie da schreiben, es ist eher die Ironie des Schicksals. Ich habe kurz vor d. 2. Intifada, meine Kinder n. Jaffa mitgenommen um ihnen unsere gestohlene Heimat vorzustellen. Dort lebten unsere Vorfahren seit Jahrhundert. Wir haben in ein Botique i. einer Hauptstr. v. Tel Aviv ein T-Shirt gekauft .m.d. Aufschrifft
"Amerika don t Worry, Israel behind You"
Mein Gott was sollen die Vereinigten Staaten von Amerika nur tun wenn Israel auf Konfrontationskurs geht??? Die USA erhalten ja jedes Jahr 4 Milliarden direkte Unterstützung von Israel, dazu gewährt Israel den USA noch Kreditbürgschaften in mehreren Milliarden Dollar. Was auch noch existenziell ist: Die USA erhalten ja immer wieder Rüstungsgüter kostenlos von Israel geliefert. Da wird dann schon mal eine ganze Staffel modernster Kampfboomber vom israelischen Volk an die USA verschenkt....
Was natürlich auch erwähnt werden muss: Israel legt ja immer wieder bei misslichen UN Entscheidungen sein Veto ein, um die USA zu schützen.
Von daher wird es sehr, sehr schwer wenn nicht gar unmöglich das die USA irgendwelche Entscheidungen gegen Israels Interessen zu artikulieren...
Oder habe ich da irgend etwas verwechselt????
nicht Golda Meir zu Adenauer , sonder Ben Gurion.
Bibi nach seiner früheren Wahl seinen Antrittsbesuch b. Clinton vorstelligwar, tadelte er Clinton :" Sie haben alles versucht, damit ich die Wahl verliere, und ich habe sie gewonnen. Ich versichere Ihnen, dass Sie die nächste Wahl verlieren werden. Und so geschah es.
Es scheint, dass der Begriff Arroganz ein typicum f. israel. Politiker aller Richtungen ist. Wir erinnern uns an die Worte Golda Meir zu Adenauer in NY-Hotel. Es ging um das unendliche Thema "Wiedergutmachungen!).. Unterschätzen Sie die Macht d. Jüdischen Lobby hier nicht Herr Bundeskanzler...........
Liebermann überholte All seiner Vorgänger mit unvorstellbaren destruktiven Rhetorik und drohte am ersten Tag seiner Arbeit als Aussenminister m. Krieg " Wenn man frieden macht muss man f.d. Krieg bereit sein" Er spricht aus seiner Erfahrung als Discorausschmeisser.
Ich bin skeptisch, über die Reaktionen i.d. EU und USA. Bereits die herzlichen Gratulationen v. Merkel und keine mahnenden Worte, sich an früheren Abmachungen zu halten, damit der Friedensprozess i. NO nicht bald zu Grabe getragen wird.
Es ist a.d. Zeit, dass die Einzige Demokratie (einzige Atommacht und einzige Kolonialmacht) i.NO sich zu realistischen Schritten in Richtung Befriedung des NO aber auch der Welt, denn die Metastasen der isr. Politik in d. Vergangenheit und insbesondere heute stellen f.d. Weltfrieden gosse Gefahr dar
Paging