Friedensprozess in Kolumbien Kolumbien: Farc und Regierung wollen Hilfe von der UNO

  • Bei den Friedensverhandlungen in Kuba haben sich die kolumbianische Regierung und die Farc-Rebellen darauf geinigt, die UN um eine Beobachter-Mission zu bitten.
  • Sie soll die Einhaltung der Waffenruhe und die Entwaffnung der Rebellen beaufsichtigen.
  • In dem Land gibt es seit mehr als fünf Jahrzehnten einen Bürgerkrieg, durch den bislang mindestens 220 000 Menschen ums Leben gekommen sind.

Die kolumbianische Regierung und die Farc-Rebellen haben sich bei ihren Friedensverhandlungen auf eine von den Vereinten Nationen (UN) überwachte Waffenruhe geeinigt. Beide Seiten teilten bei den Verhandlungen in der kubanischen Hauptstadt Havanna mit, dass sie den UN-Sicherheitsrat um die Schaffung einer Beobachtermission bitten wollen.

Beobachter der UN und der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (Celac) sollen den Angaben zufolge nach der Unterzeichnung eines Friedensvertrags zwölf Monate lang die Waffenruhe und die Entwaffnung der Rebellen kontrollieren.

Seit mehr als fünf Jahrzehnten herrscht in Kolumbien ein blutiger Konflikt zwischen der Regierung und den Rebellen. Mindestens 220.000 Menschen kamen seitdem ums Leben, 5,3 Millionen Menschen wurden durch die Kämpfe in die Flucht getrieben. Die Friedensgespräche zwischen der Farc und der Regierung hatten vor mehr als drei Jahren in Havanna begonnen.

Im September verkündeten die Regierung und die Farc-Rebellen bei einem historischen Treffen in Havanna den Durchbruch bei den Verhandlungen. Damals hieß es, das endgültige Friedensabkommen werde in spätestens sechs Monaten, also im März 2016, unterzeichnet. Das Datum wurde von Seiten der Farc später aber wieder in Frage gestellt.