Bewegung im festgefahrenen Nahost-Friedensprozess: Nach acht Jahren nehmen Israel und Syrien indirekte Friedensgespräche auf - unter türkischer Vermittlung. Abzugsgegner werfen Israels Ministerpräsident Ehud Olmert vor, Scheingespräche zu führen.
Bewegung im festgefahrenen Nahost-Friedensprozess: Nach achtjähriger Pause nehmen Israel und Syrien indirekte Friedensgespräche auf - unter türkischer Vermittlung. Dies wurde am Mittwoch zeitgleich in Jerusalem, Damaskus und Ankara bekanntgegeben.
Zentraler Streitpunkt zwischen Israel und Syrien sind die Golan-Höhen, die Israel seit 1967 besetzt. (© Foto: AFP)
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Ziel ist nach Angaben des Büros des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert ein umfassender Friedensvertrag auf Grundlage der Madrider Friedenskonferenz von 1991. Dieser soll den Konflikt um die 1967 von Israel besetzten Golanhöhen beilegen.
Israel bestätigte, dass es indirekte Friedensverhandlungen mit Syrien führt. "Beide Seiten haben indirekte Gespräche unter türkischer Schirmherrschaft aufgenommen", teilte Olmerts Büro mit. Die Verhandlungen fänden unvoreingenommen und in offener Atmosphäre statt.
Ein Vertreter der israelischen Regierung ergänzte, die Gespräche seien bereits Ende des vorigen Jahres beim Türkei-Besuch Olmerts eröffnet worden und trügen nun Früchte. Türkische Diplomaten hatten bereits im April 2007 ihre Pendeldiplomatie zwischen Jerusalem und Damaskus begonnen. Israel steht derzeit auch in Friedensverhandlungen mit den Palästinensern, die bislang aber kaum vorangekommen sind.
Auch die syrische Regierung gab bekannt, dass sie "indirekte Friedensverhandlungen" mit Israel begonnen habe. Ein Sprecher des Außenministers sagte der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur SANA am Mittwoch: "Beide Seiten haben ihre Absicht erklärt, in bester Absicht zu verhandeln und einen ernsthaften dauerhaften Dialog zu führen, um einen vollständigen Frieden auf der Basis der Konferenz von Madrid zu erreichen."
Die syrische Führung danke der Türkei, die bei den Verhandlungen als Vermittler auftrete, insbesondere Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.
Der türkische Regierungschef Erdogan hatte bereits Ende April erklärt, von beiden Ländern um Vermittlung gebeten worden zu sein. Die Türkei pflegt sowohl zu Syrien, als auch zu Israel und den USA gute Beziehungen.
Bei allen Abzugsgegnern in Israel schlug die Nachricht ein wie eine Bombe, die Ablehnungsfront reichte von Koalition bis Opposition. Mitglieder beider Seiten warfen dem Ministerpräsident Olmert vor, die neuen Gespräche zum Schein zu führen, um von den polizeilichen Ermittlungen wegen Korruptionsvorwürfen gegen ihn abzulenken. Der stellvertretende Ministerpräsident Eli Jischai (Schas) warnte, Syrien sei immer noch eine Grundfeste der "Achse des Bösen". Man könne Syrien Israels Nordgrenze nicht anvertrauen.
Syrien fordert die vollständige Rückgabe der Golanhöhen und damit auch Zugang zu den Ufern des Sees Genezareth, der als wichtige Wasserresource gilt. Das lehnte Israel bislang ab. Friedensverhandlungen zwischen Israel und Syrien waren unter der Führung des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton im März 2000 gescheitert, da Syrien der von Israel angebotene Rückzug nicht weit genug ging.
Als Voraussetzung für Friedensgespräche verlangte Israel bislang, dass Syrien seine Unterstützung für die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas und die pro-iranischen Hisbollah-Milizen im Libanon aufgibt. Israel betrachtet, anders als Syrien, beide als Terrororganisationen. Darüber hinaus forderte Israel, dass Syrien seine strategischen Beziehungen zu Iran beendet.
Nach Informationen der Jerusalem Post wollen türkische Diplomaten jetzt klären, wer sich vor Aufnahme von direkten Verhandlungen - bei denen sich die Parteien von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzen werden - zu welchen Dingen verpflichtet. Strittig ist unter anderem, ob Israel eine Rückzugsgarantie von den Golanhöhen abgeben muss, bevor Syrien ein offizielles Ende seiner Unterstützung für Terrorgruppen erklärt.
Ein Friedensvertrag mit Syrien würde Israels regionale Sicherheit in Nahost erheblich verbessern. Es liegt im Interesse Israels, die aus seiner Sicht höchst bedrohliche Allianz zwischen Damaskus und Teheran zu durchtrennen, insbesondere angesichts der Befürchtungen vor einer nuklearen Aufrüstung des Iran. Ein Friedensschluss mit Syrien könnte auch die Bedrohung durch Hamas und Hisbollah, die ebenfalls von Iran unterstützt werden, verringern.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(Reuters/dpa/sueddeutsche.de/odg/cag)
Russland unter Putin
Sie zitieren das Buch eines rechten Rabbi um Ihre Israelfeindlichkeit mit "Belegen" zu untermauern. Ich habe nie geschrieben, dass es nicht Transferpläne gab oder gibt, sondern nur, dass der Teilungsplan selbiges nicht vorsah. Das sind zwei unterschiedliche Themen.
Sie schreiben Israel solle sich an UN-Resolutionen halten, aber der Krieg der arabischen Länder gegen den von der UNO beschlossenen Teilungsplan halten Sie für gerechtfertigt. Entweder sind UNO-Beschlüsse zu akzeptieren oder nicht, wenn man je nach Beschluss sich entscheidet ihn für rechtig zu halten, dann kann man nicht damit argumentieren.
auch wenn Bushisten dann von "Appeasement" schwätzen und das nicht einmal verstehen:
de.youtube.com/watch?v=cyg8WlOqKGs
Ein Brüller in den USA.
Der Teilungsplan der UNO 1948 sah weder vor, dass die Araber das zu gründende Israel verlassen sollen, noch ihre Wohnung verschenken. Ich verstehe nicht wie man zu der Aussage "ihre Häuser, ihre Dörfer und Felder zu verlassen um freudestrahlend alles Ju d en zu schenken" kommen kann.
@ichwillauchmalwassagen: Jaja aber die Araber halen sich immer strickt an die Genfer Konvention und internationales Recht. Realpolitik..... Hätte Israel all das umsgesetzt was sie wollen wär jeder einztelne Tot und wäre von den Arabern mit Freudentränen erstückelt und ins Meer geworfen worden.
Nochmal 48 und nochmal 68. Zwei angriffskriege gegen Israel mit der klaren aussage ALLE umzubringen. Da darf man mißtrauisch sein finde ich voralllem wenn man vorher gerade aus dem KZ geklettert ist.
Das alles ist aber nun Geschichte und man muß im Hier und Jetzt Lösungen finden. Alle in den 2 Verteidigungskriegen bestzten Gebite aufgeben ist eine Ilusion. Ebenso könnte mann von der Ukraine verlangen Ostpolen freizugeben und von Polen Oppern&Co. Macht doch keinen Sinn.
Wie gesagt, das Westjordanland+Landausgleich für den Gaza. Mehr kann Palästina nicht erwarten und mehr wirds auch nicht geben ausser über die Leichen von 7 Mllionen Israelis.
Warum nicht die Golan-Höhen demilitarisieren?
Syrien und Israel dürfen dort Frühwarnanlagen haben. Die Leute, die im Golan leben, behalten ihre israelische Staatsbürgerschaft oder dürfen die syrische annehmen. Friedensvertrag zwischen Israel und Syrien und nach 25 Jahren (oder so) kriegt Syrien den Golan zurück.
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