In Ostdeutschland reißt die Serie fremdenfeindlicher Übergriffe nicht ab: In Berlin, Weimar und Wismar wurden mehrere Männer von Rechtsextremisten angegriffen und zum Teil schwer verletzt.

In Berlin hat es erneut einen fremdenfeindlichen Übergriff gegeben. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurde am Donnerstagnachmittag ein 29-jähriger Türke in Prenzlauer Berg von vier Männern geschlagen und getreten. Dabei riefen die Täter fremdenfeindliche Parolen.

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Nach bisherigen Informationen war das Opfer gemeinsam mit seiner 27-jährigen Freundin und zwei Bekannten auf der Schönhauser Allee unterwegs, als die Frau von den Angreifern, die nach ihrem äußeren Erscheinungsbild der rechten Szene angehörten, scheinbar grundlos geschubst wurde.

Daraufhin entstand ein Handgemenge. Das Opfer erlitt Prellungen an Kopf und Oberkörper und wurde ambulant im Krankenhaus behandelt.

Die vier Täter flüchteten zunächst. Drei von ihnen - ein 20- Jähriger und zwei 27-Jährige - konnten wenig später in einer Seitenstraße in Höhe des S-Bahnhofs Schönauser Allee festgenommen werden. Zwei der Festgenommenen sind bereits wegen Gewaltdelikten bekannt. Der vierte Täter ist flüchtig. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Ebenfalls am Donnerstag wurden drei Männer aus Mosambik und Kuba bei einem Überfall zum Teil schwer verletzt.

Ein 46-jähriger Mosambikaner lag nach dem Angriff vom Donnerstagabend schwer verletzt in der Klinik, wie die Polizei mitteilte. Leicht verletzt wurden demnach ein 45-jähriger Kubaner sowie ein ebenfalls 45-jähriger Mosambikaner.

Die Männer hatten den Angaben zufolge in einem Neubaugebiet im Weimarer Norden gefeiert und waren von acht Rechtsextremisten erst beschimpft und schließlich geschlagen und getreten worden. Die Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 29 Jahren wurden festgenommen.

Auf der Flucht vor der Polizei hatte sich ein Verdächtiger beide Sprunggelenke und ein weiterer ein Bein gebrochen, wie eine Sprecherin sagte. Die beiden Männer wurden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht und von Beamten bewacht.

Nach Mitteilung der Polizei sind sieben der acht mutmaßlichen Angreifer bereits wegen Staatsschutzdelikten bekannt. Der schwerverletzte Mosambikaner erlitt demnach bei dem Überfall Kopfverletzungen, Schürfwunden und Blutergüsse. Lebensgefahr bestand jedoch nicht.

Dem 45-jährigen Kubaner wurde das Nasenbein gebrochen, und er wurde am Rücken verletzt. Der 45-jähre Mosambikaner erlitt Prellungen im Gesicht, wie die Polizei mitteilte.

Ausländerfeindlicher Überfall auf Inder in Wismar

Bei einem ausländerfeindlichen Überfall in Wismar haben fünf Männer einen 36-jährigen Inder verletzt. Die Tatverdächtigen im Alter zwischen 20 und 24 Jahren grölten während der Tat faschistische Parolen und sangen das Deutschlandlied.

Der Überfall, bei dem das Opfer mit Schlägen und Tritten traktiert wurde, habe sich am Donnerstag auf einem Flohmarkt am Stadtrand von Wismar ereignet. Die fünf Verdächtigen seien vorläufig festgenommen worden. Der Inder habe sich eigenständig in ärztliche Behandlung begeben. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

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(AP)