Die Mehrheit der Schweizer votierte für den freien Zuzug von EU-Bürgern. Auch Bulgaren und Rumänen dürfen bald kommen.
Trotz des massiven Zuzugs, speziell von Arbeitnehmern aus Deutschland, hält die Schweiz an ihrer Politik der offenen Grenzen gegenüber der EU fest. Nach einer Übergangsfrist von bis zu zehn Jahren wird sie die sogenannte Personenfreizügigkeit auch auf die beiden neuen EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien und Rumänien erweitern.
Bild vergrößern
Trotz des massiven Zuzugs hält die Schweiz an ihrer Politik der offenen Grenzen gegenüber der EU fest. (© Foto: dpa)
Anzeige
Das ist das Ergebnis einer mit großer Spannung erwarteten Volksabstimmung vom Sonntag. Die Schweizer folgten dabei mit einer überraschend großen Mehrheit von 59,6 Prozent der Empfehlung ihrer Regierung. Erwartet hatte man nach den Meinungsumfragen dagegen einen sehr knappen Ausgang.
Das Ergebnis bedeutet zum einen, dass Deutsche und Bürger aus den anderen alten EU-Mitgliedsstaaten weiterhin - wie seit dem Sommer 1987 - ohne große bürokratische Hürden eine Arbeit in der Schweiz aufnehmen können. Ihre Zeugnisse aus dem Heimatland werden in der Regel anerkannt, und sie bekommen von Anfang an eine Aufenthaltsgenehmigung für fünf Jahre.
Schwierigkeiten, Konto zu eröffnen
In früheren Zeiten waren diese längeren Aufenthaltsgenehmigungen kontingentiert, und mit Kurzzeitbewilligungen war es schwierig, eine Wohnung zu bekommen oder ein Bankkonto zu eröffnen.
Zum zweiten bedeutet das Ergebnis, dass Bulgaren und Rumänen in einigen Jahren die gleichen Rechte erhalten sollen. Vor allem dagegen gibt es in der Bevölkerung zwar erhebliche Vorbehalte. Im Ergebnis stimmten aber selbst Kantone wie Uri oder Obwalden, die traditionell als wenig aufgeschlossen gegenüber Fremden gelten, für die Politik der offenen Grenzen. Lediglich in vier Kantonen wurde die sogenannte Personenfreizügigkeit abgelehnt. Besondern deutlich fiel das Nein im Tessin aus. Dort beeinflussten offenbar Bilder aus Italien von Massenlagern rumänischer Bürger am Rande der Großstädte die Stimmung.
Der Entscheidung waren ungewöhnlich aufwendige Kampagnen von beiden Seiten vorausgegangen. Wesentlichen Einfluss hatte nach Darstellung des Berner Meinungsforschungsinstituts gfs eine Videokampagne im Stil des Wahlkampfes von US-Präsident Barack Obama. 400 000 Schweizer Familien erhielten während der Kampagne per E-mail eine personalisierte Videobotschaft, die Sympathisanten der offenen Grenzen aufforderte, auf jeden Fall zur Abstimmung zu gehen.
Für die Politik der offenen Grenzen hatten sich neben der Regierung und den meisten großen Parteien sowohl die Wirtschaft als auch die Gewerkschaften in der Schweiz ausgesprochen. Auch EU-Vertreter erklärten den Schweizern, es liege in ihrem eigenen Interesse, die Grenzen auch für Bulgaren und Rumänen zu öffnen. Eine unterschiedliche Behandlung von EU-Bürgern werde man in Brüssel keinesfalls akzeptieren.
Bei einem Nein würden nicht nur die Vereinbarungen über die Personenfreizügigkeit, sondern auch diverse weitere Verträge hinfällig. Vor allem die Unternehmen nahmen diese Drohung sehr ernst und fürchteten bei einem Nein um ihren Export in die EU-Staaten. Er ist eine der wichtigsten Säulen der Schweizer Wirtschaft. Die Schweiz hat das Recht, die Verträge mit der EU jederzeit mit sechsmonatiger Frist zu kündigen.
Angst vor "Masseneinwanderung"
Gegen die Grenzöffnung für Bulgaren und Rumänen hatte - nach einem Zickzack-Kurs - vor allem die rechtsnationale Schweizerische Volkspartei (SVP) mit ihrer Galionsfigur Christoph Blocher Front gemacht. Der Unternehmerflügel der SVP hatte sich dagegen ebenfalls für die Weiterführung der bisherigen Politik eingesetzt. Dieser Flügel ist allerdings recht klein. In der Bevölkerung sind Ängste weit verbreitet, dass es zu einer "Masseneinwanderung" von Bulgaren und Rumänen, wie es auf Plakaten hieß, kommen könne. Denn die Schweizer Löhne lägen zehnmal so hoch wie in Sofia, und bei den Sozialleistungen sei der Unterschied noch weit höher.
Ein solcher Ansturm werde zu steigender Kriminalität, größerer Arbeitslosigkeit unter den Einheimischen, Lohndrückerei und zu einer "Plünderung" der eidgenössischen Sozialversicherung führen, behauptete das Nein-Lager. Die Ausländerquote in der Schweiz liegt mit 21 Prozent bereits jetzt höher als in vielen EU-Staaten.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
- Rechtspopulist Blocher Zeitenwende in der Schweiz 07.10.2008
- Skandal in der Schweiz Eifersucht und Lüge 05.09.2008
- Europäische Union Freie Fahrt in die Alpen 12.12.2008
(SZ vom 09.02.2009/dmo)
...diejenigen, die durch CH nach bella Italia reisen etc... Mit nichten... Es sing gar nicht um offene Grenzen für Mittel-Eu'ler... Denn Sie können wegen bilateraler Abkommen schon seit Jahren und Jahrzehnten ohne halt durch CH, halt mit üblichen Schikanen von Zeit zur Zeit... Es ging um mehr... Und zwar....
Das internationale Konglomerat als Finanzier des Ch-Wohlstandes möchte, daß sie in Schweiz Millionen Ost-EU'ler für Hungerlöhne einsetzen, wobei Sie die Leistungen in voller Höhe abrechnen kann... Was heißt; Es wird in CH genau das passieren, was in Bau-Sektor in D, AT, F, ESP, GB etc. passiert ist... Und das ganze wird hoffentlich den CH'ler nicht als Globalisierung untergejubelt! D.H., es werden 3-5 den Ost-EU'ler bezahl, wobei der Bau-Bonze 40-70 pro/h abkassieren kann... Alles andere könne sich die CH'ler analog denken... Uuuund auf einmal stellen die CH'ler fest... Oh mist... Ich muß so wie in D auch zum HungerLohn arbeiten... Uund auf einmal kann man, so wie in VSA, D, F etc mit einem Einkommen kein Haushalt mehr finanzieren.... Und was mach der Bau-Bonze inzwischen... Er hat das ganze schön in einer Bank untergebracht, um sein Geld in weitere Bau-Blasen mit tausenden Leerstehenden BüroTürmen pumpen zu lassen uuud läßt sich den Bauch von minderjährigen Thai-Mädels auf Pattaya massieren... Na ja... Irgend wann mal werden den CH'lern spwie in Deutschland eingetütet, daß sie an ihrem unglück ja selber Schuld sind... Nach Anno dazu mal stellt der Staat bei den Hungerlöhnen fest.... Oh mist ich hab ja weniger Einnahmen... Also runter mit den Ausgaben... D.H. wiederum wie in CH; weniger Kindergärten, weniger Schulbildung uuund Hochschulen mit Geld.... So wie z.Z. in Germanistan auch... Nun jaaa...
Das werden die CH'ler, ach übrigens wie man in D festellt hat, bald feststellen, daß es nicht um menschliche Freizügigkeit geht, sondern um halt die vielleicht noch existierende Real-Ecconomy aus den Bahnen zu schleudern... Denn die Finnazen dürfte schon lang gestreckt worden sein... Viel Spaß den CH'lern beim Genuß der Folgen... Aber vielleicht hatten sie sich ja auch bei der medialen Übermacht gar keine Chance, sich zu währen... Welcomme in Club der Harz4-Länder... Nicht jetz aber in Bälde als ihr Euch vorstellen könnt!
die "EU" hat es endlich geschafft, nach fast 30 Jahren, die Eidgenossen in die Knie zu zwingen, sonnst.........
ich als Ausländer in der Schweiz, habe noch die strenge Ausländergesetze erlebt (bin in 1980 in CH gekommen)
UND
ich fühlte mich wohl dabei.
Ein schönes sauberes Land, aber die neuen Ausländer sollten niemals vergessen:
Big Brother is watching you more than in the 80´s! Die Behörden sind neu organisiert, und wissen schon wer, was tut und wo!
Dummerweise widerspricht die Wikipedia nicht den Web-Informationen der Schweizer Sozialversicherungsträger. Der Unterschied ist, die Wikipedia ist übersichtlicher.
nicht alles in Wikepedia is rechtens, es ist einen offenes Forum , jedermann kann Änderungen einbringen, also....nicht zu trauen, oder
Die Spanier und die Italiener haben die Masseneinwanderung von jeweils 600.000 und 500.000 Rumänen bereits erlebt und könnten den Schweizern ein paar Ratschläge geben, was sie so täglich und nächtlich "erleben". Denn Arbeit gibt es nicht für die Zuziehenden. Außer den Hof zu fegen und den Sperrmüll in den großen Städten aufzusammeln.
Paging