Wie die deutschen Parteien den Ausgang der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl bewerten und auf welches Ergebnis sie bei der Stichwahl hoffen.

Während die Union auf einen Sieg des konservativen Kandidaten Nicolas Sarkozy in der zweiten Runde setzt, wünscht sich die SPD einen Erfolg der sozialistischen Bewerberin Ségolène Royal.

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SPD-Chef Kurt Beck gratulierte Royal am Montag zu ihrem "hervorragenden Ergebnis" und einem "mitreißenden Wahlkampf".

Er sei sicher, dass die französischen Sozialisten den neuen Schwung und die gewonnene Kraft nutzen würden, um bei der Stichwahl in zwei Wochen noch mehr Zustimmung zu erreichen.

Vor dem entscheidenden Wahlgang will die SPD zusammen mit der Sozialistischen Partei Frankreichs ein gemeinsames Positionspapier präsentieren.

Als "guten Tag" für die CSU, Deutschland und Europa bezeichnete der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber das Abschneiden Sarkozys. Dieser sei bereit, die Grundlagen für einen neuen EU-Verfassungsvertrag mitzutragen, sagte der bayerische Ministerpräsident in München. Außerdem stimme Sarkozy "nahtlos" mit der Position der CSU überein, dass die Türkei nicht EU-Vollmitglied werden solle.

FDP-Chef Guido Westerwelle gratulierte dem Zentrumspolitiker Francois Bayrou, der hinter Sarkozy und Royal im ersten Wahlgang am Sonntag auf dem dritten Platz landete. Bayrou habe dazu beigetragen, das "klassische Links-rechts-Schema" der Politik aufzulösen, indem er für eine eigenständige Position der bürgerlichen Mitte eingetreten sei, erklärte Westerwelle.

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(dpa/AFP)