Ex-Premier Villepin muss vor Gericht: Er steht unter dem Verdacht, an einer Rufmordkampagne gegen den heutigen Präsidenten Sarkozy beteiligt gewesen zu sein.

Der frühere französische Premierminister Dominique de Villepin muss sich wegen des Verdachts des Rufmordes vor Gericht verantworten. Die Richter Jean-Marie d'Huy und Henri Pons ordneten am Dienstagabend nach Justizangaben an, dass der Verdacht gegen Villepin wegen "Beihilfe zur Verleumdung" gegen den heutigen Präsidenten Nicolas Sarkozy in einem Prozess vor einem Strafgericht aufgeklärt werden soll.

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Der frühere französische Premierminister Dominique de Villepin muss sich wegen des Verdachts des Rufmordes vor Gericht verantworten. (© Foto: AFP)

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Die entsprechenden richterlichen Verfügungen sollen am Mittwoch den insgesamt 35 Beteiligten der Affäre zugestellt werden.

Villepin wird verdächtigt, im Jahr 2004 mit Hilfe gefälschter Kontolisten an einer Rufmord-Kampagne gegen seinen damaligen Ministerkollegen Nicolas Sarkozy mitgewirkt zu haben.

Sarkozy und Villepin waren seinerzeit erbitterte Rivalen um die Nachfolge des damaligen Präsidenten Jacques Chirac. In der Affäre war Sarkozy unter Decknamen auf gefälschten Kontolisten des Luxemburger Finanzinstituts Clearstream aufgetaucht. Dies weckte den Verdacht, er habe Schmiergeldkonten im Ausland.

Villepin soll damals Hinweisen des Geheimdienstes, dass es sich um eine Fälschung handelte, nicht nachgegangen sein, sondern das Dossier über Mittelsmänner der Justiz zugespielt haben. Der heute 55-Jährige hat die Vorwürfe stets bestritten. Die Staatsanwaltschaft eröffnete dennoch im Juli 2007 ein Ermittlungsverfahren.

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(AFP/dpa/bica/gba)