Um sein gewaltiges Reformprogramm schnell anzugehen, wird der designierte Präsident Frankreichs in Kürze sein Kabinett ernennen. Mit an Bord sollen politische Gegner - auch aus dem linken Parteienspektrum.
Am 16. Mai übernimmt der designierte Präsident Nicolas Sarkozy die Amtsgeschäfte von Jacques Chirac und ernennt kurz danach seine Regierung. Der Wahlsieger zog sich am Montag für einige Tage aus der Öffentlichkeit zurück. Über die Zusammensetzung eines Kabinetts, dem zunächst 15 Minister angehören werden, wird er in den kommenden Tagen beraten.
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Die Posten sollen paritätisch an Männer und Frauen verteilt werden, auch Vertreter des Zentrums und einzelne Persönlichkeiten aus dem linken politischen Spektrum sollen berufen werden. Der frühere Sozialminister François Fillon gilt als klarer Favorit für das Amt des Premierministers. Er kündigte an, die neue Regierung werde am 19. oder 20. Mai ihre Arbeit aufnehmen.
In der Woche nach seiner Amtsübernahme reist Sarkozy zu seinen ersten Auslandsbesuchen nach Berlin und Brüssel. Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt auf gute Zusammenarbeit mit dem zukünftigen Präsidenten Frankreichs. Sie habe Sarkozy zu seinem "großartigen Wahlsieg" gratuliert, sagte Merkel am Montag vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin.
367 brennende Autos
"Wir haben darüber gesprochen, dass wir die deutsch-französische Zusammenarbeit weiterführen, intensivieren werden", sagte die Kanzlerin weiter, die zuvor mit Sarkozy telefoniert hatte. Dabei habe sie dem Wahlsieger "alles Gute gewünscht für seine Aufgabe". Weiter sagte Merkel: "Ich glaube es wird eine sehr gute Zusammenarbeit mit ihm geben."
Am 10. und 17. Juni wählen die Franzosen dann ein neues Parlament, das nach dem Willen des künftigen Präsidenten bereits im Juli zu einer Sondersitzung zusammenkommen und Kernpunkte seines Wahlprogramms als Gesetz verabschieden soll.
Nach der Wahl Sarkozys sind die befürchteten Unruhen in Frankreich zunächst ausgeblieben. Die Polizei meldete in einer ersten Bilanz 367 brennende Autos und 270 Festnahmen während der Wahlnacht, aber keine "großen Krawalle" in den Problemvierteln. Auf dem Pariser Concorde-Platz feierten an die 30.000 Menschen seinen Sieg bis in die Nacht.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt auf eine gute Zusammenarbeit mit dem künftigen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy.
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(AP/AFP/dpa)
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E i n l a d u n g an den politischen Gegner steht als überschrift - dann genau
1 Satz zu diesem Thema, dann nur noch
paritätische Besetzung durch Männer und Frauen, dann
Merkel setzt auf gute Zusammenarbeit, dann
über 300 brennende Autos und fast genauso viele Festnahmen
dann nochmal Merkel setzt auf gute Zusammenarbeit.
Ist die jetzt auch politischer Gegner, die in Verbindung mit brennenden Europafragen gesehen wird? Sucht Herr Sarkozy als Partnerin eine deutsche linke Autoanzünderin?