Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich hat die Wahlbeteiligung an diesem Sonntag rekordverdächtige Höhen erreicht. Bis zum Nachmittag gaben 73,87 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Experten glauben zu wissen, welcher Kandidat davon am meisten profitieren könnte.
Zuletzt hatte Ex-Innenminister Nicolas Sarkozy in den Umfragen vorn gelegen, teils dicht gefolgt von der Sozialistin Ségolène Royal. Danach kamen der Liberale François Bayrou und der Rechtsextreme Jean-Marie Le Pen. Die beiden Bestplatzierten gehen am 6. Mai in die Stichwahl.
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Insgesamt waren 44,5 Millionen Franzosen bei strahlendem Sonnenschein aufgerufen, über einen Nachfolger für den nach zwölf Jahren abtretenden Chirac zu entscheiden. 2002 hatten bis 17 Uhr nur 58,5 Prozent ihre Stimme abgegeben. Nun wurde der höchste Wert seit 1981 erreicht.
Ärger gab es vielerorts mit den erstmals im großen Stil eingesetzten elektronischen Wahlmaschinen. Vielfach bildeten sich lange Schlangen, weil vor allem ältere Menschen Probleme mit der Bedienung hatten.
Erste Hochrechnungen wurden für 20 Uhr erwartet, wenn auch die letzten Wahlbüros in den Großstädten schließen sollten. In Frankreichs Überseegebieten war die Abstimmung wegen der Zeitverschiebung größtenteils bereits am Samstag angelaufen.
Traditionell deutet eine hohe Teilnahme laut Experten auf eine starke Mobilisierung der Linkswähler hin. Nach den Krawallen im Herbst 2005 in den Vorstädten hatten sich dort junge Erstwähler ungewöhnlich zahlreich in die Wahllisten eingeschrieben. Vor dem Wochenende hatte sich noch ein Drittel der Franzosen unentschlossen gezeigt. 2002 war der Rechtsextreme Le Pen sensationell in die Stichwahl gegen den Konservativen Chirac eingezogen.
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(AFP/dpa)
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