Burhan B. soll 22.000 Euro an die islamistische Vereinigung "Ansar Al Islam" weitergeleitet haben. Zwei weitere Verdächtige stehen kommende Woche in München vor Gericht.

Der Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof hat Haftbefehl gegen einen am Montag auf dem Frankfurter Flughafen festgenommenen mutmaßlichen Terrorhelfer aus Irak erlassen.

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Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte, handelt es sich um einen 36-Jährigen, der im Verdacht steht, die ausländische terroristische Vereinigung "Ansar Al Islam" von der Bundesrepublik Deutschland aus logistisch und finanziell unterstützt zu haben.

Beamte des Bundeskriminalamts haben den Mann, dessen Name mit Burhan B. angegeben wurde, am Montag auf dem Frankfurter Flughafen vorläufig festgenommen. Ihm würden auch Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz zur Last gelegt. Laut Generalbundesanwältin Monika Harms stand der Beschuldigte in Kontakt zu dem wegen Rädelsführerschaft der "Ansar al Islam" in München angeklagten Ata A. R.

22.000 Euro für den Terror

Der Festgenommene sei dringend verdächtig, zwischen November 2003 und Mai 2004 zumindest in drei Fällen Gelder in Höhe von insgesamt 22.000 Euro für Ata A. R. an die "Ansar al Islam" im Irak weitergeleitet zu haben. Damit habe er die terroristische Vereinigung unterstützt. Mit den Geldtransfers für die "Ansar al Islam" hat er zugleich gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen.

Zwei weitere Männer aus dem Irak müssen sich vom kommenden Dienstag an vor dem Oberlandesgericht München wegen Verdachts der Unterstützung von "Ansar al Islam" verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen vor, jahrelang Geld für Anschläge im Irak gesammelt zu haben. Der Prozess soll bis Ende Dezember dauern.

Im ersten Prozess gegen ein Mitglied einer ausländischen terroristischen Vereinigung hatte das Gericht den Ansar-al-Islam-Emir Lokman Mohammed im Januar zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, weil er in Deutschland "Gotteskrieger" für Anschläge angeworben hatte.

Der jetzt angeklagte 34-jährige Ferhad Kanabi A. soll dem Ansar-al-Islam-Regionalchef Ata A. R. Nahe gestanden haben, der sich in Stuttgart wegen eines gescheiterten Attentats auf den irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi bei einem Besuch in Berlin im Dezember 2004 verantworten muss.

Der Prozess gegen ihn soll ebenfalls am kommenden Dienstag beginnen. Der im Münchner Verfahren mitangeklagte 40-jährige Dieman Abdulkadir I. aus Nürnberg soll Ansar al Islam seit Ende 2002 logistisch und finanziell unterstützt und für die Terrorgruppe geworben haben.

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(AP)