Seit drei Wochen halten sich Union und FDP an der Spitze der Wählergunst. In der wöchentlichen Forsa-Umfrage kamen die beiden Parteien erneut auf 50 Prozent.
In der dritten Woche in Folge haben Union und Liberale in der Wählergunst der Deutschen ihre Mehrheit von 50 Prozent verteidigt.
Verlor vier Prozentpunkte seit vergangener Woche: Bundeskanzlerin Angela Merkel würden nur noch 47 Prozent direkt wählen. (© Foto: Reuters)
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In der wöchentlichen Umfrage im Auftrag des Magazins Stern und des Fernsehsenders RTL fiel die Union um einenProzentpunkt auf 37 Prozent zurück. Dafür legte die FDP um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent zu. SPD und Grüne erreichten in der am Dienstag veröffentlichten Befragung zusammen 34 Prozent. Die SPD verbesserte sich leicht um einen Punkt auf 24 Prozent, die Grünen sanken von 11 auf 10 Prozent. Die Linkspartei kam wie in der Vorwoche auf 11 Prozent.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlor in der vergangenen Woche an Vertrauen. Auf die Frage, wen die Deutschen direkt zum Kanzler wählen würden, entschieden sich 47 Prozent für die CDU-Chefin, das sind vier Prozentpunkte weniger als in der Woche zuvor. Merkel liegt aber immer noch 22 Punkte vor SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, der auf 25 Prozent kommt (+2).
Schwarz-Gelb auch in Hessen vorn
Auch in Hessen können sich CDU und FDP auf eine deutliche Mehrheit stützen: Eine schwarz-gelbe Koalition kommt dort auf 55 Prozent. Die zurzeit allein regierende CDU würde demnach im Vergleich zur Landtagswahl vom Januar um fünf Prozentpunkte auf 42 Prozent zulegen. Die FDP würde sogar von neun auf 13 Prozent klettern. Die SPD erhielt dagegen so wenig Stimmen wie noch nie in Hessen: Sie büßt 14 Punkte ein und fällt auf 23 Prozent. Die Grünen verbessern sich um vier Punkte auf zwölf Prozent. Die Linke holt mit sechs Prozent einen Punkt mehr als bei der Landtagswahl.
Der geschäftsführende Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU), der mit seiner Partei bei der Landtagswahl die absolute Mehrheit der Abgeordnetenmandate verloren hatte, soll nach Ansicht von 44 Prozent der Befragten auch künftig die Landesregierung anführen. Für seinen SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel sprachen sich 24 Prozent aus.
Die zweimal mit der Regierungsübernahme gescheiterte hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti ist nach der Umfrage auch unter SPD-Wählern sehr umstritten. Mit 56 Prozent befürwortet mehr als die Hälfte der befragten SPD-Anhänger einen Rücktritt. 39 Prozent wollen dagegen, dass sie Parteichefin bleibt. Ypsilanti war in die Kritik geraten, weil sie sich mit Hilfe der Linkspartei zur Ministerpräsidentin wählen lassen wollte. Vor der Landtagswahl hatte sie jedoch eine Zusammenarbeit mit der Linken ausgeschlossen. Zweimal brach Ypsilanti einen Anlauf zur Ministerpräsidenten-Wahl ab, weil ihr SPD-Abgeordnete die Gefolgschaft verweigerten.
Für die Umfrage wurden zwischen dem 8. und 12. Dezember 2502 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte befragt. Für die Erhebung in Hessen wurden 1005 Wahlberechtigte herangezogen.
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(Reuters/dpa/cag/ihe)
ok
"(Ein für Lagerdenker übrigens schwer zu fassendes Ridikulum, dass sich im Programm der CSU teils Ziele wiederfinden, wie sie eine Linke fordern würde, andernorts aber - leider - auch z.B. die Republikaner - allerdings zu moderateren Zeiten ...)"
Schoen, dass Sie wissen, was "Lagerdenker" fassen oder auch nicht, mir ist das Phaenomen bekannt : in Oesterreich gibt es die FPOE, die auch national und sozial ist, und dann hiess doch noch jemand so..?
"Es sollte egal sein, ob eine rechts-aussen-Position gerade von einem CSU- oder einem NPD-Mitglied vertreten wird - in beiden Faellen schlecht, klar"
Wollen Sie mit dieser Aussage suggerieren, dass sich CSU und NPD inhaltlich bis zur Verwechselbarkeit nahe stehen? Eine gefährliche These, da sie die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Zielen und Methoden vor allem der NPD vermeidet.
Inhaltlich wäre diese These sowieso absoluter Unsinn, da die CSU weder bezüglich ihrer politischen Programme und Ziele, ihrer dahinter stehenden Abgeordneten und Funktionäre oder auch ihrer Wähler auch nur in der Nähe einer NPD anzusiedeln sind.
(Ein für Lagerdenker übrigens schwer zu fassendes Ridikulum, dass sich im Programm der CSU teils Ziele wiederfinden, wie sie eine Linke fordern würde, andernorts aber - leider - auch z.B. die Republikaner - allerdings zu moderateren Zeiten ...)
"kommt die SPD in den naechsten Jahrzehnten nicht mehr an die Macht."
"und das ist gut so" Wowereit.
Es sollte egal sein, ob eine rechts-aussen-Position gerade von einem CSU- oder einem NPD-Mitglied vertreten wird - in beiden Faellen schlecht, klar.
Aber wieso legt man sich mit dem einen gerne ins GroKo-Bett und sagt, mit dem anderen rede ich nicht? Es sollte nicht auf den Namen der Partei ankommen, sondern auf die Inhalte, und daher halte ich es fuer problematisch, die Zusammenarbeit mit einer ordnungsgemaess zugelassenen und demokratisch gewaehlten Partei grundsaetzlich auszuschliessen, ja!
Wenn Herr Muentefering meint, dass eine von ihm gefuehrte SPD inhaltlich nichts mit einer Linken zu tun haben wird, dann ist das grossmaeulig (kennt er die Zukunft?), wahrscheinlich gelogen (selbst in der SPD wird es noch ein paar Leute geben, die Arbeitnehmer-Interessen vertreten) und, zumindest aus meiner Sicht, strategisch falsch, denn ohne irgendeine Zusammenarbeit mit der Linken kommt die SPD in den naechsten Jahrzehnten nicht mehr an die Macht.
Das ist zumindest ehrlich. Eine gewisse Ratlosigkeit kann ich auch nicht verhehlen. Ich bin mit Ihnen sofort dáccord hinsichtlich der Daseinsvorsorge-Betriebe. Ich sehe mit einiger Genugtuung, wie einige Kommunen wegen der Cross-Border-Leasing-Geschäfte, die jetzt in die Hose gehen, feuchte Hände bekommen. Das macht man auch nicht, Wasser- und E-versorgung, Straßenbahnen etc. zu verkaufen.
Zu Opel. Ich denke, es ist eine Sache des Kleingedruckten, dass sich der die Unterstützung gewährende Staat für gute Zeiten nicht nur die Rückzahlung der Hilfe ausbedingt, sondern auch angemessen an den Gewinnen beteiligen läßt (und zwar unabhängig von auf den Gewinn zu zahlenden Steuern). Das ist meine Erwartung an die Verhandlungsführer.
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