Forsa-Chef Manfred Güllner im Gespräch "Wir sind immer der Störenfried gewesen"

Im wahrsten Sinn der Torte: Manfred Güllner, 75, in seinem Büro in Berlin.

(Foto: Urban Zintel)

Forsa-Chef Manfred Güllner ist einer der dienstältesten Meinungsforscher des Landes. Ein Gespräch über Deutungshoheit und darüber, wie man Wahlen gewinnt.

Interview von Thomas Bärnthaler, SZ-Magazin

SZ-Magazin: Warum kommt die SPD nicht auf die Beine?

Manfred Güllner: Weil sie sich zerreibt zwischen ihrer Rolle als Regierungspartei und als Herausforderer.

Dieser Zwiespalt lässt sich nicht auflösen.

Stimmt, aber die SPD hat zum Beispiel 1966 ihre Rolle in der großen Koalition genutzt, um mit attraktivem Personal zu zeigen, was sie kann. Diese Chance hat sie in den beiden großen Koalitionen ab 2005 und ab 2013 nicht genutzt. Sie hat nicht überzeugt, deshalb traut man ihr jetzt nicht die ...