Iran hat die Forderung der Internationalen Atomenergiebehörde zurückgewiesen, wonach das Land die Anreicherung von Uran beenden soll. Zudem kündigte der Iran an, keine unangekündigten IAEA-Inspektionen seiner Atomanlagen mehr zuzulassen, sollte der Fall an den Sicherheitsrat der UN überwiesen werden.
Der iranische Atombeauftragte Hassan Rohani fügte hinzu, Teheran sei der Ansicht, dass die Europäer gegen ein Ende 2003 mit Iran abgeschlossenes Abkommen verstoßen hätten. Teheran hatte sich im vergangenen Jahr bereit erklärt, die Bestimmungen des Zusatzprotokolls zum Atomwaffensperrvertrag umzusetzen.
Der iranische Atombeauftragte Hassan Rohani. (© Foto: Reuters)
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Die IAEA hatte die iranische Führung am Samstag aufgefordert, die Anreicherung von Uran bis auf weiteres auszusetzen und dies mit der "jahrelangen" Verheimlichung seines Atomprogramm begründet.
Die IAEA forderte Teheran zudem auf, alle Informationen über sein Atomprogramm bis zum 25. November offen zu legen. Anderenfalls werde der UN-Sicherheitsrat angerufen, drohte US-Delegationsleiter Jackie Sanders.
Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hatte die Verabschiedung der Resolution durch die Mitglieder des IAEA-Gouverneursrats begrüßt. Damit sei es gelungen, ein "klares Signal der Geschlossenheit an die Regierung in Teheran" zu senden und die "Besorgnisse der internationalen Staatengemeinschaft" hinsichtlich des iranischen Atomprogrammes zu unterstreichen, erklärte Fischer in Berlin.
Die USA, Deutschland, Großbritannien und Frankreich hatten sich nach tagelangen Gesprächen am Freitag auf einen Entschließungstext mit Forderungen an Teheran geeinigt.
Die blockfreien Staaten hatten sich am Samstag vorübergehend von den Verhandlungen zurückgezogen, weil sie ein Ultimatum an Teheran ablehnten. Sie forderten einen Zusatz zu der Resolution, wonach die Frist nicht für die Urananreicherung gelte. Damit setzten sie sich im IAEA-Gouverneursrat aber nicht durch.
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(AFP/dpa/AP)