US-Streitkräfte sollen nicht nur Gefangene misshandelt, sondern auch Zivilisten terrorisiert haben. Das behauptet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch unter Berufung auf ehemalige Gefangene der US-Armee.
In einem am Montag in New York veröffentlichten Bericht wirft Human Rights Watch den US-Truppen vor, Menschen unter Missachtung rechtsstaatlicher Prinzipien festzuhalten und ihnen Rechtsbeistand, Familienbesuche und Gerichtsverfahren zu verweigern.
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US-Soldaten hätten bei ihren Einsätzen in Afghanistan auch in Wohngebieten militärische Taktiken gegenüber der Zivilbevölkerung eingesetzt, darunter auch "tödliche Gewalt". Es gebe zahlreiche Fälle willkürlicher Gefangennahme von Zivilisten.
"Das von den USA angewandte System von Festnahme und Gefangennahme in Afghanistan befindet sich jenseits von Recht und Gesetz", kritisierte der Vorsitzende der Asien-Sektion von Human Rights Watch, Brad Adams.
"Festnahme jenseits von Recht und Gesetz"
Der Organisation liegen nach eigenen Angaben Berichte von ehemaligen Gefangenen der US-Armee vor. Diese berichteten demnach, sie seien in US-Gefangenschaft heftig geschlagen, mit kaltem Wasser übergossen und eisigen Temperaturen ausgesetzt worden. Viele seien gezwungen worden, lange Zeit in "schmerzhaften Positionen" zu stehen oder zu knien.
Human Rights Watch kritisierte, die USA ließen keine unabhängigen Beobachter in ihre Gefangenenlager. Lediglich das Internationale Rote Kreuz sei zugelassen worden, dieses veröffentliche jedoch seine Informationen nicht. Für ihren 59-seitigen Bericht recherchierte Human Rights Watch 2003 und Anfang diesen Jahres in Afghanistan und Pakistan.
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(AFP)
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