Die EU-Abgeordneten wollen die Vorschrift kippen, dass Passagiere nur noch 100-Milliliter-Behältnisse mit an Bord von Flugzeugen nehmen dürfen. Sie glauben, dass dadurch kein Gewinn an Sicherheit entstehe - die EU-Kommission soll dies nun überprüfen.
Das Europaparlament will das Verbot von Flüssigkeiten im Flug-Handgepäck kippen: Die Abgeordneten in Straßburg forderten eine kritische Prüfung der im November vergangenen Jahres eingeführten Sicherheitsvorschriften.
Das EU-Parlament will die Bestimmung zur Mitnahme von Flüssigkeiten in Flugzeugen kippen. (© Foto: dpa)
Anzeige
Falls EU-Kommission und Mitgliedstaaten keine neuen Fakten zur Begründung der strengen Mengenbegrenzung beim Transport von Flüssigkeiten im Handgepäck vorlegten, sollte diese Vorschrift gestrichen werden, erklärte das Europaparlament.
Die Regel, wonach Flugpassagiere Getränke, Zahnpasta oder Rasierschaum nur noch in 100-Milliliter-Behältern in geringer Anzahl an Bord bringen dürfen, ist seit Monaten umstritten. Das Verbot, Flüssigkeiten von über 100 Milliliter mitzunehmen, war als Reaktion auf die im August 2006 geplanten Anschläge in London verabschiedet worden.
Ein Sicherheitsgewinn bei der Terrorismusbekämpfung sei nicht ersichtlich, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Konservativen im Europaparlament, Georg Jarzembowski. "Mit den Verzögerungen und den Unannehmlichkeiten für die Passagiere muss Schluss sein", forderte der CDU-Politiker. An deutschen Flughäfen würden täglich Flüssigkeiten im Wert von einer Million Euro beschlagnahmt.
Der SPD-Verkehrsexperte Ulrich Stockmann wies daraufhin, dass diese Flüssigkeiten kostspielig als Sondermüll entsorgt werden müssten, weil der Inhalt der Flaschen nicht einzeln überprüft werden könnte.
Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Europaparlament, Michael Cramer, bezeichnete die Vorschrift als "Aktion, die nur Aktivität vortäuscht". Da Flüssigkeiten in geringen Mengen mit an Bord genommen werden dürften, könnten Terroristen diese auch zusammenschütten, wenn sie einen Anschlag auf ein Flugzeug verüben wollten, argumentierte Cramer.
Die EU-Volksvertretung hat in dieser Frage jedoch kein Mitspracherecht. Die EU-Kommission ist somit nicht verpflichtet, der Aufforderung des Parlaments nachzukommen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(AP, dpa, AFP)
Protest gegen dritte Startbahn
...Ich kann zwar nicht einen ganz so qualifizierten Beitrag schreiben, obwohl ich denen vor mir durchaus zustimme, aber Meiner Meinung nach ist diese Beschraenkung noch aus einem anderen Grund kompletter Unsinn!
Dadurch das die "potentielle Gefahr" besteht im Flugzeug Bomben zu bauen ( die durch die Beschraenkung ja trotzdem nicht aufgehoben ist) werden wir normalen Buerger bestraft indem wir nur noch minimale Mengen transportieren duerfen.....ist diese Bestrafung nicht nur ein weiterer Erfolg fuer die Terroristen??
...sinkt die Terrorgefahr auf Null. Wundersam.
Selbst in den USA, denen wir die Sicherheitshysterie der letzten Jahre verdanken, darf man natuerlich Fluessigkeiten literweise im Duty Free Shop kaufen und sie an Bord nehmen.Denn diese wichtige Einnahmequelle darf natuerlich nicht versiegen. Da riskiert die Homeland Security ohne weiteres,dass sich ein potentieller Terrorist die vielen Sicherheitsluecken im System zunutze macht und fluessigen Sprengstoff an Bord schmuggelt.
Immer wieder liest man in serioesen Zeitungen hier (USA), dass einzelne Personen sogar die Sicherheitsschleusen zu umgehen wissen.
Viele Journalisten haben das probiert, hatten Erfolg damit - und haben berichtet.
Sollte die EU tatsaechlich die Aufhebung dieser totall unsinnigen Massnahme beschliessen, werden die USA halt wie schon in fruehern Faellen dieser Art NJET schreien, wenn ihnen das nicht passt und Flugzeugen aus Europa die Landeerlaubnis verweigern. Merke: Erpressung durch den GROSSEN BRUDER funktioniert IMMMER.
Und wenn man Scheinaktivitaet entwickelt, hat man in diesem Land USA mit seinen nach Gerichtsverfahren suechtigen Bewohnern bessere Chancen, bei einem angeblichen "Versaeumnis" ,(das in Wirklichkeit nur ein normales Lebensrisiko darstellt), nicht finanziell bis auf alle Ewigkeit geschroepft zu werden.
Geld regiert die Welt!
Die Regelung mit den Flüssigkeiten im Flugverkehr ist der grösste Schwachsinn. Man fühlt sich sowieso schon häufig genug bei den Security Kontrollen schikaniert aber dises Regelung schlägt dem Fass den Boden raus. Beruflich bin ich häufig im Flugzeug, inzwischen leider!!
Bleibt zu hoffen, dass die Kommission dem Blödsinn ein Ende bereitet. Immerhin die Parlamentarier machen bereits den 2. Anlauf.
Gleich mit dem ersten Kommentar zügig vom Thema weg, - auch wenn ich gegen die grundsätzlichen Aussagen nichts habe.
Bereits bei Wikipedia (TATP) wird darauf hingewiesen, dass die Erzeugung gängiger Sprengstoffe nur durch Zusammenschütten nicht zum "gewünschten" Ergebnis führt. Andererseits ist diese Zwangsverschwendung von Produkten nicht nachvolllziehbar. Der Gag ist ja oft, dass die Leute im Duty-Free Einkäufe tätigen, welche ihnen hinterher wieder abgenommen werden.
Diese Sachen müssen zeit- und kostenaufwändig vernichtet werden. Die Schildbürger lassen grüßen.
Natürlich ist jeder auch ein wenig selbst schuld, da die Regelung bekannt ist, aber manch eine/r kann sich den Widersinn gar nicht vorstellen.
Höchste Zeit, dass das Limit fällt oder zumindest auf übliche Mengen angehoben wird!
Also, SICHER(er) wäre es, den Luftverkehr einzuschränken! Und dadurch gleichzeitig
- die Schadstoffbelastung der Luft wirklich "nachhaltig" zu senken, sowie
- die Steuer-Einnahmen zu mehren!
WIE soll das gehen?
Ganz einfach: Indem Kerosin ENDLICH besteuert wird!!
übrigens entlarvt der Verzicht auf die Kerosin-Besteuerung die hohe Steuer-Belastung der Kraftstoffe für Boden-gebunde Fahrzeuge als ganz grossen SKANDAL, den sich das dumme Volk nicht länger gefallen lassen sollte!