In Süditalien sind innerhalb weniger Stunden erneut über 330 Flüchtlinge aus Afrika gelandet. Nicht selten mussten die auf mehrere Boote verteilten Männer und Frauen aus Seenot gerettet werden.
Ersten Angaben zufolge stammten die meisten Passagiere aus Nord- sowie Zentral- und Westafrika. Es seien aber auch Pakistaner und Palästinenser darunter. Sie seien in ein Auffanglager auf Lampedusa gebracht worden. 66 der Flüchtlinge wurden laut Behördenangaben aus Seenot gerettet.
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Erst vor wenigen Tagen waren über 100 Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Italien gekommen. Die italienischen Behörden meinen, das gute Wetter und die ruhige See ermutige die Schlepper in Nordafrika, die Überfahrt zu wagen.
Zwei weitere Boote wurden von Schiffen der Küstenwache und der Finanzpolizei aus Seenot gerettet. Eines der Boote war ein Schlauchboot von nur sieben Metern Länge mit kleinen Außenbordmotoren, in dem sich 40 der Flüchtlinge, unter ihnen eine Frau, befanden. Ein Patrouillenboot der italienischen Küstenwache hatte das Schlauchboot Behördenangaben zufolge am Nachmittag in der Nähe von Lampedusa entdeckt.
Die italienischen Behörden haben damit seit dem vergangenen Wochenende bereits rund tausend afrikanische Flüchtlinge vor Lampedusa aufgegriffen. Die Insel ist das erste italienische und damit EU-Territorium auf dem Seeweg von Libyen über das Mittelmeer nach Italien. Am Mittwoch waren hunderte Flüchtlinge wieder in ihre Heimatländer abgeschoben und das Aufnahmelager auf Lampedusa damit zunächst vollständig geräumt worden.
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(dpa/AFP/sueddeutsche.de)
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