Interview mit Boris Pistorius "Das Problem löst man nicht mit Panzern"

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD).

(Foto: dpa)

Der Attentäter von Hamburg hätte abgeschoben werden können, sagt Innenminister Boris Pistorius aus Niedersachsen. Er fordert angesichts der vielen Flüchtlinge Hilfe für Italien. Sonst kollabiere das Land.

Von Ronen Steinke

SZ: Herr Pistorius, der Attentäter von Hamburg lebte seit 2015 in Deutschland. Nur weil er keinen Pass hatte, wurde er nicht abgeschoben. Akzeptabel für Sie?

Boris Pistorius: Natürlich nicht. Man hätte ihn längst aus Deutschland fortschicken können, übrigens auch ohne Pass. Der Mann kam über verschiedene europäische Länder zu uns, und nach den Dublin-Regeln der EU hätte man ihn nach Norwegen überstellen können, wo er erstmals einen Asylantrag gestellt hat. Dafür ist der Bund zuständig, konkret das Ministerium von ...