Der Politikwissenschaftler Hans J. Kleinsteuber über die Auswirkungen der Finanzkrise im US-Wahlkampf und den Umgang der Parteien damit.
sueddeutsche.de: Herr Professor Kleinsteuber, liegt Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) richtig mit seinem Urteil, dass Amerika künftig keine Supermacht des Geldes mehr ist und die Beziehungen zu Deutschland gelitten haben?
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US-Präsident George Bush malte in seiner Fernsehansprache ein düsteres Bild der amerikansichen Wirtschaft. (© Foto: AP)
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Hans J. Kleinsteuber: Es ist auch meine Einschätzung, dass das Miteinander der USA und Deutschlands dauerhaften Schaden genommen haben. Beide Länder werden nie wieder mit der bisherigen Selbstverständlichkeit zusammenarbeiten können wie bisher. Amerika hat harte Brüche im Image bekommen - und das sogar in den Wirtschaftskreisen, die bislang immer zu den USA gehalten haben.
sueddeutsche.de: Welches Ziel verfolgt John McCain mit seiner Ankündigung, seinen Wahlkampf wegen der Finanzkrise auszusetzen?
Kleinsteuber: John McCain will sich damit staatsmännisch präsentieren. Ihm schwimmen derzeit die Felle davon, denn er hat sich in den vergangenen Jahren eng mit der Politik von Präsident George W. Bush identifiziert. Acht Jahre konservative Wirtschaftspolitik bringen jetzt allerdings Probleme mit sich. Diese Ankündigung war eine ganz schnelle Reaktionen aus dem Wahlkampflager. Sie erinnert an Roosevelts Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise 1929.
Anm. d. Red.: Dem Börsenkrach von damals, dem "Schwarzen Freitag", folgte eine Weltwirtschaftskrise, die in Amerika als "Great Depression" bezeichnet wurde. Im Zuge dieser Krise gewann Franklin D. Roosevelt, seit 1929 Gouverneur des Staates New York, die Präsidentschaftswahl von 1932 gegen den amtierenden Präsidenten Herbert C. Hoover. Dem Republikaner war die Schuld an der Krise gegeben und mangelnder Mut zu Entscheidungen vorgeworfen worden. Roosevelt trat an, um radikale Reformen durchzusetzen, die die weitverbreitete soziale Not lindern und die Wirtschaft wieder anzukurbeln sollten. "New Deal" hieß schließlich, was als einschneidende Wirtschaftsreformen zugunsten größerer sozialer Verantwortung in die Geschichte der USA einging.
sueddeutsche.de: Hat McCain berechtigte Angst vor der ersten direkten Fernsehdebatte mit Obama, die für Freitag geplant ist?
Kleinsteuber: Seine Ankündigung ermöglicht McCain, möglicherweise das unmittelbare Duell mit Obama zunächst zu vermeiden. Der 72 Jahre alte Senator aus Arizona sieht in der Debatte sicher deutlich schlechter aus als Obama - dadurch kann das Obama-Lager noch mehr Oberwasser bekommen.
sueddeutsche.de: Kommt McCain die Krise also gelegen?
Kleinsteuber: Nein. Vielmehr ist das ein Super-GAU, denn wirtschaftlich hat McCain nichts zu bieten. Und seine Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, Sarah Palin, ist außen- und wirtschaftspolitisch außerhalb jeder Diskussion.
sueddeutsche.de: Dann haben die Demokraten jetzt die Chance, klar an den Republikaner vorbeizuziehen?
Kleinsteuber: Barack Obama und sein Running Mate Joe Biden sind sicher beide intellektuell besser in der Lage, gangbare Lösungen anzubieten. Zudem werden die Obama-Leute die Administration attackieren, die sie als Schuldige für die derzeitige Krise sehen.
sueddeutsche.de: Dennoch war die Ankündigung McCains nicht zufällig.
Kleinsteuber: Nein. Man muss davon ausgehen, dass das strategisch genau durchdacht war - wie so ziemlich alles im amerikanischen Wahlkampf. Zwar ist die Schlagzeile zunächst McCains - doch das ist eine reine Defensivstrategie.
sueddeutsche.de: Das war aber doch eher eine Offensive ...
Kleinsteuber: Präsident Bush hat die Krise nicht im Griff. Er hat zwar einen MBA aus Harvard, aber er verlässt sich auf seine Berater. Das ist eine neue Qualität. Und McCain muss schauen, dass er nicht in den Schatten von Obama gerät - darum das Vorpreschen. Die Lösung des Problems liegt ohnehin in der Hand der Exekutive.
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(sueddeutsche.de/odg/lala)
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leider wir haben nichts versäumt, er hat alles immer noch nicht im Griff, er tut nur so....und yarx glaubt es das Gegenteil und hofft auf Palin high heels hot shot from Alaska....::)))
don´t forget papa Busch has a lot money and influence, you always can buy a Dr. title for his nonon son doubleyou, or like in Germany just buy a " Adels Titel " Prinz von Anhalt und Müll .....:::)))) Money makes the world go round.....
ich bin mit Ihnen einig, aber was haben wir davon wenn noch ein " weirdo" an der macht kommt mit seine sexy hot High Heels stümperli, dann hat die Welt eine Entschüldigung auf zu hören zu existieren....
Texanian does not even has himselves under controle, don´t expect a wonder from a no no.......
Was meinen Sie denn, woher die 700.000.000.000 US$ kommen, mit denen Bush die Krise bewältigen will? Die zahlt der Steuerzahler. Nicht er selber!!!!
Paging