Der Vorwahlkampf der Republikaner verschlingt riesige Summen, der Einfluss konservativer Großspender wächst. Ihre Milliarden haben diese Männer mit Öl, Kasinos, Finanzspekulationen oder im Silicon Valley gemacht. Genauso unterschiedlich wie ihre Karrieren sind ihre politischen Prioritäten. Es eint sie nur ein Wunsch.
In einem sind sich alle Beobachter einig: Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf 2012 wird der teuerste aller Zeiten werden. 2008 verfügte Barack Obama über eine Dreiviertelmilliarde Dollar, dieses Mal wird der Demokrat wohl eine Milliarde ausgeben können. Auch die vier Bewerber der Republikaner werben überall um Zuwendungen - für ihre Kampagnen und für die Super-Pacs, jene offiziell unabhängigen Wahlvereine, an die Firmen und Privatpersonen unbegrenzt spenden können (Hintergründe zum Thema Super-Pac in diesem SZ-Artikel).
Anzeige
Zum Öffnen der Graphik klicken Sie bitte in das Bild.
Soeben hat die Bundeswahlkommission (Federal Election Commission) veröffentlicht, welche Personen welche Summen an welches Super-Pac überwiesen haben. Ein Blick auf die neuesten Zahlen zeigt, dass die Wahlvereine der vier Kandidaten allein im Januar mit 22,1 Millionen Dollar mehr Geld einnahmen als die Kandidaten selbst - und auch mehr ausgegeben haben. Dies führt nicht nur die New York Times zu der Schlussfolgerung, dass der Einfluss der Super-Pacs auf den Wahlkampf der Republikaner immer weiter wächst - und damit das Gewicht von wenigen superreichen Konservativen, die ihre Lieblingskandidaten mit reichlich Spielgeld versorgen.
Süddeutsche.de porträtiert die wichtigsten Figuren in diesem Millionen-Poker und beleuchtet, was Sheldon Adelson, Foster Friess, Peter Thiel oder John Paulson mit ihren Favoriten verbindet. Denn die Karrieren der Männer sind ebenso unterschiedlich wie ihre Prioritäten - sie eint nur der Wunsch, eine zweite Amtszeit von Barack Obama zu verhindern.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 7 nächste Seite
- Thema
- Wahlen in den USA RSS
- Vorwahlen der Republikaner in Michigan Wie sich Romney die Autoindustrie zum Feind gemacht hat 22.02.2012
- US-Wahl Die Ergebnisse der Vorwahlen der Republikaner in der Graphik 01.01.2012
- US-Präsidentschaftsbewerber Rick Santorum Biedermann auf Stimmenfang 20.02.2012
- US-Wahlkampf mit Theologie Santorum zweifelt am Glauben Obamas 20.02.2012
- Vorwahl der US-Republikaner in Michigan Mitt Romney - im Schatten des Vaters 21.02.2012
- US-Vorwahlen der Republikaner Romney in der Defensive 28.02.2012
- Vorwahlen der US-Republikaner Menschliche Breze gegen katholischen Missionar 27.02.2012
TV-Kritik: Menschen bei Maischberger
Mit ein bisschen Hilfe von den Promi-Freunden
Millionen für die Kandidaten
Oops, they did it again
Lohnzettel auf Facebook
Parteispender 2010
Putin, der "Alpha-Rüde"
Politiker und ihre Pannen
Die Finanzierung sollte unterbunden werden. Genau wie bei uns. Das ist das Hindernis zu einer gerechteren Welt und Politik. Solange es diese Käuflichen Erfüllungsgehilfen der Wirtschaft gibt werden wir (und die Amis natürlich) nichts mehr zu melden haben. Das sind nur noch reine, inhaltslose Veranstaltungstouren. Wenn ich mir ansehe dass die Union 140 Millionen bekommt um ihre Sprüche auf die Transparente, Luftballone, Kugelschreiber und ins TV zu bringen kann niemand von Demokratie sprechen.
Demokratie ist etwas anderes, die Macht geht vom Volke aus ? Manches mal schon, aber nicht immer, der US Wahlkampf war schon immer ein Wahlkampf der Maechtigen und der Reichen gewesen. Man hatte da schon recht frueh begonnen, den Wahlkampf zu privatisieren. Das gillt fuer beide Parteien, wer mehr Geld und TV Sendungen hat, der hat auch die groessten Chancsen den Wahlkampf zu gewinnen. Ob das auf dauer reicht, die Probleme zu loesen ? Ich denke nein, der dann gewaehlte ist der Knecht seiner Kaeufer geworden.
ich meine Sinnvolles. Wahlkämpfe finanzieren zähle ich nicht dazu. Allerdings profitiere ich auch nie von egal welchem Wahlergebnis. Insofern habe ich leicht reden, ich muß ja kein Milliardenvermögen vor den Arbeitsameisen schützen.
.... dieses Mal wird der Demokrat wohl eine Milliarde ausgeben können."
In was für einer perversen Welt wir doch leben......
deshalb wird das ja auch als Scheindemokratie oder
Corpocracy, als die Regierung der Konzerne, kritisiert.
Endlich traut sich auch eine deutsche Zeitung das mal anzusprechen.
Am selben Tage an dem Deutschland die Stimme Nummer 1
gegen die "Occypy"-Bewegung, Herrn Gauck, zum Bundespräsidenten aufstellen will, bezeichnet - wahrscheinleich das erste mal in der Geschicht - ein Präsidentschaftskandidat der USA, Dr. Ron Paul, das amerikanische Staatswesen als gefährlich nahe an einem neuen Faschismus, das System gegen das "Occupy" beharrlich und friedlich protest anmeldet.
Man hätte mit Gauck, genau aus diesem Zusammenhang heraus, niemand schlimmeren aufstellen können. Paul ist fünf Jahre älter als Gauck, lebt aber in der Gegenwart.
Paging