Finanziers der US-Republikaner Die Milliardäre hinter Romney und Santorum

Der Vorwahlkampf der Republikaner verschlingt riesige Summen, der Einfluss konservativer Großspender wächst. Ihre Milliarden haben diese Männer mit Öl, Kasinos, Finanzspekulationen oder im Silicon Valley gemacht. Genauso unterschiedlich wie ihre Karrieren sind ihre politischen Prioritäten. Es eint sie nur ein Wunsch.

Eine Übersicht der Spender von Matthias Kolb, Washington

In einem sind sich alle Beobachter einig: Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf 2012 wird der teuerste aller Zeiten werden. 2008 verfügte Barack Obama über eine Dreiviertelmilliarde Dollar, dieses Mal wird der Demokrat wohl eine Milliarde ausgeben können. Auch die vier Bewerber der Republikaner werben überall um Zuwendungen - für ihre Kampagnen und für die Super-Pacs, jene offiziell unabhängigen Wahlvereine, an die Firmen und Privatpersonen unbegrenzt spenden können (Hintergründe zum Thema Super-Pac in diesem SZ-Artikel).

US-Vorwahlen der Republikaner

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Soeben hat die Bundeswahlkommission (Federal Election Commission) veröffentlicht, welche Personen welche Summen an welches Super-Pac überwiesen haben. Ein Blick auf die neuesten Zahlen zeigt, dass die Wahlvereine der vier Kandidaten allein im Januar mit 22,1 Millionen Dollar mehr Geld einnahmen als die Kandidaten selbst - und auch mehr ausgegeben haben. Dies führt nicht nur die New York Times zu der Schlussfolgerung, dass der Einfluss der Super-Pacs auf den Wahlkampf der Republikaner immer weiter wächst - und damit das Gewicht von wenigen superreichen Konservativen, die ihre Lieblingskandidaten mit reichlich Spielgeld versorgen.

Süddeutsche.de porträtiert die wichtigsten Figuren in diesem Millionen-Poker und beleuchtet, was Sheldon Adelson, Foster Friess, Peter Thiel oder John Paulson mit ihren Favoriten verbindet. Denn die Karrieren der Männer sind ebenso unterschiedlich wie ihre Prioritäten - sie eint nur der Wunsch, eine zweite Amtszeit von Barack Obama zu verhindern.