Eigentlich hatten die 16 Bundesländer in ihren Haushalten für 2007 mit einem Verlust gerechnet. Doch stattdessen haben sie einen satten Überschuss von 2,9 Milliarden Euro erzielt.

Eigentlich hatten die Länder in ihren Budgetplanungen für 2007 mit insgesamt einem Defizit von zirka zehn Milliarden Euro gerechnet - damit wären sie in etwa auf die Unterdeckung von 2006 gekommen.

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Doch nun zeichnet sich ein Überschuss von insgesamt 2,9 Milliarden Euro ab, der noch nicht einmal knapp ausfällt. Das geht aus einer Auflistung des Bundesfinanzministeriums hervor, die dem Handelsblatt vorliegt.

Wie auch die anderen staatlichen Gebietskörperschaften profitierten die Länder von den im Zuge des konjunkturellen Aufschwungs deutlich gestiegenen Steuereinnahmen, die über zehn Prozent höher ausfielen als im Vorjahr.

Vorbild Bayern

Die Konsolidierung der Länderbudgets erfolgte dem Handelsblatt zufolge aber nicht nur auf der Einnahmenseite. Die Ausgaben legten mit einem Zuwachs von 2,1 Prozent nur moderat zu und blieben um 2,5 Milliarden Euro hinter den Planungen zurück.

Allerdings fiel der Sparkurs nicht überall gleichermaßen erfolgreich aus, schreibt das Handelsblatt weiter: Hamburg, Hessen und Niedersachsen machten 2007 sogar mehr neue Schulden als im Jahr zuvor. Genau die Hälfte der 16 Bundesländer erzielten 2007 Überschüsse. Klar an der Spitze standen Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg, die positive Salden in Milliardenhöhe ausweisen.

Der Finanzexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Florian Zinsmeister, rechnet damit, dass sich die finanzielle Lage der Bundesländer in diesem Jahr abermals deutlich verbessert. "Die Länder dürften 2008 einen Überschuss von knapp zehn Milliarden Euro erzielen."

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(sueddeutsche.de/dpa/pak/mah)