Die FDP will nicht nur Hartz-IV-Empfängern das Elterngeld streichen, sondern auch allen Steuerzahlern, bei denen Reichensteuer anfällt. Die Familienministerin lehnt den Vorstoß ab.
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat einen Vorstoß der FDP abgelehnt, Spitzenverdienern kein Elterngeld mehr zu bezahlen. "Die Eltern brauchen Planungssicherheit und nicht ständig neue Debatten, wo man ihnen noch das Elterngeld streichen kann", sagte Schröder am Sonntag zur Süddeutschen Zeitung.
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Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Miriam Gruß hatte vorgeschlagen, nicht nur Hartz-IV-Empfängern das Elterngeld zu streichen, sondern auch allen Steuerzahlern, bei denen Reichensteuer anfällt. Als Reichensteuer wird der Spitzensteuersatz von 45 Prozent bezeichnet, der ab einem Jahreseinkommen von mehr als 250.000 Euro bei Ledigen und mehr als 500.000 Euro bei Verheirateten fällig wird. "Wer Reichensteuer zahlt, ist auf das Elterngeld nicht angewiesen", sagte die Familienpolitikerin zur SZ. Diese Position sei mit den Haushalts- und Fachpolitikern der FDP-Fraktion abgestimmt. "Wir sind uns da absolut einig." Die Kürzungen beim Elterngeld müssten sozial ausgewogener gestaltet werden, sagte Gruß.
Im Rahmen des Sparpakets hatte die Bundesregierung bereits deutliche Einschnitte beim Elterngeld beschlossen - allerdings vorwiegend bei Hartz-IV-Empfängern. Dadurch sollen 400 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. Derzeit erhalten Mütter und Väter, die nach der Geburt ihres Kindes im Beruf aussetzen, bis zu 14 Monate lang 67 Prozent ihres letzten Nettolohns, mindestens aber 300 Euro und höchstens 1800 Euro. Nach dem Willen der Bundesregierung soll der Mindestbetrag für Empfänger von Arbeitslosengeld II künftig wegfallen. Bislang hatten sie davon profitiert, dass das Elterngeld - anders als etwa das Kindergeld - ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld II nicht gemindert hat. Sie bekamen die 300 Euro zusätzlich zum Regelsatz von derzeit 359 Euro.
Im Rahmen der parlamentarischen Debatte über das Sparpaket haben Union und FDP jedoch bereits beschlossen, das Elterngeld zumindest für erwerbstätige Hartz-IV-Bezieher und Minijobber nicht vollständig zu streichen. Bei beiden Gruppen soll das Elterngeld künftig nur teilweise vom Arbeitslosengeld II abgezogen werden. Dazu werde voraussichtlich ein Freibetrag von 300 Euro eingeführt, sagte Gruß.
Auch in den oberen Einkommensschichten will die Bundesregierung kürzen. So sollen Eltern ab einem Nettoeinkommen von 1240 Euro im Monat künftig nicht mehr 67 Prozent, sondern nur 65 Prozent erstattet bekommen. Im Gespräch ist mittlerweile sogar eine Kürzung auf 64 Prozent. Gruß hält das jedoch für falsch. "Bei allen Betroffenen einfach pauschal zu kürzen, greift zu kurz", sagte sie. "Wir müssen nach intelligenten Lösungen suchen, damit nicht die kleinen Einkommen genauso getroffen werden wie die großen." Das Elterngeld nur bei Spitzenverdienern zu streichen, dafür dort aber komplett, wäre aus ihrer Sicht eine Lösung. "Wie sich der Schritt auf den Haushalt auswirken wird, haben wir noch nicht berechnet", räumte Gruß jedoch ein.
Nach der Anfang Oktober vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Datensammlung zur Steuerpolitik 2010, die allerdings auf den Einkommensverhältnissen des Jahres 2005 beruht, müssen weniger als ein Prozent der Steuerzahler Reichensteuer zahlen.
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(SZ vom 11.10.2010)
der einmal mehr belegt, wie weit sich die Unionsparteien inzwischen von ihren christlichen, humanistischen, moralischen, sozialen Grundsätzen und Werten, vom Solidarprinzip und von der Sozialen Marktwirtschaft im Dienste und zum Nutzen des Gemeinwohles - aller Bundesbürger nämlich - entfernt haben ...
Bald haben egomane, nebenbeschäftigte und korrumpierbare Politiker und INSM fremdbestimmte Parteien unseren Sozialstaat und die Soziale Marktwirtschaft vollends sturmreif und kaputt reformiert ...
zur finalen Übernahme unserer ehemals demokratischen, freiheitlichen, rechtsstaatlichen und sozialen Bundesrepublik durch "Raubtierkapitalisten" und Sozialdarwinisten" ...
Schon heute kontrollieren und soufflieren NEOCONServative aus zahllosen antisozialen und marktradikalen "Think-Tanks" heraus sämtliche Bereiche der Politik, bestimmen und diktieren längst alle Gesetze und Reformen ...
Gute Nacht Deutschland
FDP auch wenn´s schmerzt!
Jetzt arbeitet die unter 3% FDP aber mit allen Mitteln um an die Wählergunst zu kommen!Aber die Ärgerlichen Dinge stehen bei der FDP immer im kleingedruckten!
"Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat einen Vorstoß der FDP abgelehnt, Spitzenverdienern kein Elterngeld mehr zu bezahlen. "Die Eltern brauchen Planungssicherheit und nicht ständig neue Debatten, wo man ihnen noch das Elterngeld streichen kann", sagte Schröder am Sonntag zur Süddeutschen Zeitung."
"Stimmt!Wie soll man ohne diesen immensen Zuschuss denn sonst die Reichensteuer zahlen.Da braucht man schon Planungssicherheit.Da kann man sich das Kind eigentlich gar nicht mehr leisten"
"Hallo.Ich kann das auch.Gibts vielleicht noch ein Ministerium,wo ich meine Kalauer zum Besten geben kann und dazu ein Ministergehalt erhalte."...Oh mein Herrgott...
Ich wäre mit dem Ausdruck dennoch vorsichtig, so richtig er in diesem Zusammenhang auch sein mag und so sehr ich Ihren Ausführungen leider zustimmen muss.
Kürzlich las ich die Biographie eines "Kriegskindes", in der ergreifend der Geist des Solidargedankens - auch bei sehr konservativen, liberalen und sogar "nationalen" Elementen - geschildert wurde.
Man hatte das Gefühl, zwar tüchtig zu sein und das eigene Einkommen verdient zu haben, aber war sich auch bewusst, dass manche Menschen nicht so viel Glück hatten und man ihnen die Hand reichen muss.
In diesem Geist entschied man sich damals für die soziale Marktwirtschaft als "dritten Weg". Freier als der Sozialismus es sein kann, solidarischer als der "Manchesterkapitalismus" sich zeigte.
Dieser Geist ist leider verloren gegangen und viele meines Alters erleben ihn nur noch als Verpflichtung zur Zahlung und teurer Posten auf der Lohnabrechnung.
Zudem werden teils durch echte Beispiele, aber größerenteils durch künstliche Aufwiegelung ("Asifernsehen"), Ressentiment geschaffen, sodass man das Gefühl hat, "das nicht noch unterstützen zu wollen".
Man glaubt, der Grund für die Armut sei, dass "diese Leute so sind", wie man im Fernsehen und leider immer mehr auch auf der Straße erlebt. Daraus entwickelt sich eine Spirale, denn Vorurteile werden bestätigt, als Orientierung verwendet und dann noch mehr gefestigt.
Wäre mir daran gelegen, den Sozialstaat zu schleifen, ich ließe es genau so laufen!
Wäre mir daran gelegen, in einen Sozialismus abzugleiten, ich würde ebenso handeln, da die Menschen den Glauben zurecht verlieren in das, was vom Solidargedanken noch übrig ist.
Als "Bezahler" auf der einen Seite, aus den genannten Gründen. Als Empfänger auf der anderen Seite auch, weil man dafür verantwortlich gemacht wird, wofür man nichts kann!
Abschließend empfehle ich nochmals jedem, "Familienpatenschaft" zu googeln. Es ist eine Einrichtung ganz im Sinne dieses Solidaritätsgedankens!
Paging